Erinnerungen
Reformen fallen nicht vom Himmel, sondern es gibt immer mehr oder weniger gut erkennbare Entwicklungen dahin ...
Musik ist in unserem Gehirn nicht nur in Bezug auf Emotionen, sondern auch in Bezug auf das Erinnerungsvermögen in besonderer Weise verankert. So reagiert das Gehirn schon bereits nach 100 Millisekunden auf bekannte Songs, und im Vergleich zu anderen Teilen des Gedächtnisses, bleibt das Langzeit-Musikgedächtnis länger intakt und funktionstüchtig. Diese Erkenntnisse sind nicht ganz neu, sind aber in den letzten Jahren durch wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen worden.
Was ich in diesem podcast versuche zu vermitteln, ist einerseits die Notwendigkeit Geld zu verdienen, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, und dadurch allen möglichen Strukturen und deren Zwänge ausgesetzt zu sein.
Einen zweiten Punkt, den ich gerne vermitteln möchte. „Behandlungs“ – und Arbeitsverhältnisse, die ich vorfand, hätten verschiedene Reaktionen auslösen können. Bei mir war es (glücklicherweise) ein tiefes Empfinden von Unrecht und Ungerechtigkeit, auch Empörung und Wut, wieso es solche, zumindest teilweise schlechten Versorgungsbedingungen geben kann. Klar war schnell, hier gehöre ich zur Opposition und ich will mich anderen Kolleg*innen mit kritischem Blick anschließen, um psychisch überleben und etwas verändern zu können.
Angekommen auf dem „Marsch durch die Institutionen“. Angekommen auf die konkrete Erfahrung von Solidarität, die auch betriebspolitisches und gewerkschaftliches Engagement beinhaltet.
Und der dritte Aspekt, den ich gerne vermitteln will, ist der Zustand der Gesellschaft der jeweiligen Zeit, in der man/frau lebt und arbeitet und damit der Zeitpunkt, an dem ich mit meiner persönlichen, biografisch geprägten Haltung (wir waren ja irgendwie auch noch späte Nachkriegskinder) und im Kontext der aktuellen Verhältnisse in Gesellschaft und Politik (für uns hieß das … „mehr Demokratie wagen…“) auf zum Himmel schreiende zutiefst ungerechte Arbeitsverhältnisse stieß, die ja schließlich die Lebens-, Behandlungs- und Versorgungsbedingungen der Anderen, der Patient*innen waren. Aus heutiger Sicht scheint mir wichtig, Teil eines in vielen Bereichen der Gesellschaft begonnenen gravierenden Veränderungsprozesses gewesen zu sein. Das machte stark.