PEACE
In Anbetracht eines Jahres Krieg in Europa, gibt es Auszüge aus der Podcast Episode vor einem Jahr und im neuen Musikbeitrag von Bernd Nigbur heute um Chrissie Hynde und Marion Maerz.
In Anbetracht eines Jahres Krieg in Europa, gibt es Auszüge aus der Podcast Episode vor einem Jahr und im neuen Musikbeitrag von Bernd Nigbur heute um Chrissie Hynde und Marion Maerz.
in der heutigen Episode meines Podcast … hört ihr zu Beginn wieder Bernd Nigbur und mich im Dialog, unter anderem auch Bezug nehmen auf einige Reaktionen auf unser Gespräch in der letzten Episode. Dann folgt der dritte und letzte Teil meines Gesprächs mit Ralf Seidel. In dem geht es um die Frage nach Verantwortung für die Psychiatriereform, die Rolle der Geschichte für die heutige Psychiatrie, streifen eine große Menschenfrage, die Kraft psychotischen Erlebens, die Dimension Zeit, den Sinn radikalerer Reformbemühungen, Menschenrechte kein neuer Impuls, die Grundhaltung zur Selbstbefähigung und um Musik.
Im Musikbeitrag stellt Bernd Nigbur zwei Herrn mit echtem Blues im Blut vor, deren Musik und Einfluss auf die Rockmusik: Robert Johnson und Richard Bargel.
In dieser Episode sprechen Bernd Nigbur und ich darüber, wie die öffentliche Diskussion über den Krieg geführt wird. Warum Ungeduld keine gute Ratgeberin in diesen Zeiten ist und wie armselig und gefährlich eine auf Waffenlieferungen verengte Debatte ist.
Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Ralf Seidel, erzählt er über die Anfangszeit seiner Arbeit in der Psychiatrie, über wichtige und vor allem die stilleren Protagonisten der Reformpsychiatrie, über große Bewegungen in der Psychiatriegeschichte und teilt sein Bedauern über die fehlende gesellschaftliche Debatte über Wahnsinn.
In seinem Musikbeitrag erinnert Bernd Nigbur an zwei ganz große Musiker der Rockgeschichte David Crosby und Jeff Beck.
In dieser Episode spreche ich mit Ralf Seidel über den Wahnsinn, die Psychiatrie und sein Leben. Das ist der erste Teil.
Mit Bernd Nigbur spreche ich noch über Magnus Hirschfeld, über den ich auch mit Ralf Seidel sprach, der über ihn seine Dissertation verfasste, über das "Lila Lied" und über die Räumung des Dorfes Lützerath und das dort gerade "Vergangenheit geschrieben" wird.
Psychiatrie in der Ukraine aktuell
Stellt Euch jemanden vor, der/ die psychiatrischen Institutionen sowohl als Insasse, Patientin, Klientin oder wie auch immer bezeichnet, kennen lernen musste und dann in einem außerordentlichen und sehr beachtlichen Lebensprozess, sich mit einer qualifizierten und reflektierten Auseinandersetzung mit sich selbst und vielen anderen mit gleicher Erfahrung vom „Ich -Wissen zum Wir -Wissen“ bewegt und sich dann einen neuen Platz in diesen Institutionen sucht. Auf der Seite der „Nicht-Kranken“, der anderen Seite also. Was ist so jemand dann?
Es gibt hinter den geöffneten Türen der Psychiatrie bereits Ideen, Diskursbeiträge, Konzepte, wie in Deutschland ohne Zwang eine ausschließlich unterstützende Psychiatrie aussehen kann. Ich zitiere aus dem Artikel zu diesem Konzept von Martin Zinkler und Sebastian von Peter in der Zeitschrift Recht und Psychiatrie., Ausgabe 37 in 2019
Bucherwähnung Maria Rave-Schwank "Aufbruch in der Psychiatrie", Psychiatrie Verlag Köln 2022
Musikbeitrag:
Die Doors waren Jim Morrison, Gesang, Robbie Krieger, Gitarre, Ray Manzarek, , Keyboards und John Densmore, Drums
50. Episode
Ich erzähle von dem Thema Psychiatrie und wieso es 50 Episoden geworden sind. Teilweise im Dialog mit Bernd Nigbur. Dann der Zusammenschnitt der Begrüßungen aller meiner
Gesprächspartner:innen. Am Ende ein kurzes Interview/ Gespräch mit Vertreter:innen der Initiative „Schule begegnet Psychiatrie“ am Rande der Schulveranstaltung in Köln „Break the Silence“.
Im Musikteil dann Bernd Nigbur mit den „Cream“ und den songs White Room und I feel free.
In Managua besuchten wir als erstes die einzige psychiatrische Anstalt des Landes. Ich hatte bis dahin schon eine Menge Missstände in Einrichtungen der Psychiatrie in Deutschland erlebt und darin auch gearbeitet. Das hier war allerdings in einem fürchterlichen Zustand, baulich in aller einfachstem Stil. Wir wurden rundgeführt und begegneten vorwiegend männlichen Patienten, die, mir nicht unbekannt, als sie uns sahen erst einmal nach Zigaretten fragten. Sie waren notdürftig bekleidet, ohne Schuhe.
Es war eine Tagesklinik in Léon, die uns empfing und ihr Konzept vortrug. Ich staunte heftig, als in der Begegnung immer deutlicher wurde, dass die Kolleg:innen dort mit einer Haltung den Menschen gegenüber unterwegs waren, die als demokratisch und auf Augenhöhe bezeichnet werden konnte und einen psychoanalytischen Ansatz mit dem der demokratischen Psychiatrie Italiens verknüpfte.
Der heutige Musikbeitrag von Bernd Nigbur bespricht Ian Dury.
Und die Betrachtung dieses Weltgeschehens wird aus der Sicht des Lebensherbstes noch mehr getrübt. Es ist eine scheiß Zeit, anders kann ich es nicht ausdrücken. Und mitten in diese Stimmung bei mir, platzte dann die Nachricht des Todes von Klaus Dörner, die die unausweichliche Endlichkeit des Lebens nicht deutlicher machen kann.
Nun Klaus Dörner war ja schon länger von der großen Bühne der Psychiatrie in Deutschland herunter gestiegen, was sein Verdienst für die deutsche Psychiatrie Reform nach 1945 natürlich keinen Abbruch getan hat. Sein Tod hat auch das Zeug inne zuhalten, zumindest für die Psychiatrie Tätigen der letzten Jahrzehnte, möglicherweise auch für viele Menschen, die ihn aus der Behandlung kennen. Ich erinnere mich gut und gerne an seinen unnachahmlichen Stil Vorträge zu halten, seine Ruhe Gedanken zu entwickeln und kritische Erkenntnisse zu vermitteln und dies gerne in besonders langen Reden. Seine Verdienste, seine aktiven Beiträge zu einem grundsätzlich anderen Verständnis von menschlichen Haltungen in der Psychiatrie, seine provokanten Sätze, mit denen er diese Sichtweise gerne auf den Punkt brachte bleiben in Erinnerung.
Ich werde noch einige Originalaudioausschnitte aus Vorträgen und Interviews von Klaus Dörner senden mit freundlicher Genehmigung des Audiotorium Netzwerk, Verlag für audio-visuelle Medien. Bei diesen O Tönen möchte ich besonders die Weise in Erinnerung halten, wie Klaus Dörner seine Gedanken und Thesen vorgetragen hat, wie er die Zuhörer:innen mitnimmt, eine klare Sprache hat, überhaupt nicht intellektuell daher kommt, ein wenig erinnert mich das heute an die Sprechweise von Robert Habeck. Deswegen habe ich jetzt einige Vorträge zusammengeschnitten und lass auch mal längere Passagen laufen.
Im Musikteil von Bernd Nigbur geht es auch heute noch einmal "deutsch" zu. Er stellt den umtriebigen Künstler Lothar Meid vor. Der Musiktitel "Mensch dieser Klaus" hat mit dem heutigen Thema aber nichts zu tun und war schon vorher ausgesucht worden. Wir finden er passt auch.