Liebe Leute, am kommenden Freitag, 6.2.2026 um 20:00 erscheint eine neue Podcastepisode mit dem Teil 2 meines Gesprächs mit Lothar Gothe und Rainer Kukla. Ich habe auch ein neues Cover Bild eingeführt:ein Werk der Künstlerin, Elke Jonen, Künstlerkürzel „ejo“, die in Köln lebt. Der Titel lautet: „Einblick“ / Erstellungsjahr 2017 / Acryl auf Leinwand, Originalgröße 40 x 60 cm. Es zeigt den Ausschnitt eines Portraits. Im Fokus der Blick, der sucht, leidet und voller Kraft und Willen fordert. Die Augen, ein Zugang zum Innersten, beseelter Wesen. Ein Ausdruck mehrschichtiger Empfindungen.
00:00:00: Liebe Hörerinnen und Hörer, Hallo, guten Abend und guten Tag. Nun ist es tatsächlich
00:00:14: soweit. Die aktuelle Regierung der Bundesrepublik Deutschland ist Geschichte. Diejenigen, die
00:00:20: heute jubeln, werden morgen vor den gleichen schwer lösbaren Themen stehen. Die, die
00:00:27: es bedauern, zumindest teilweise, haben eine gute Portion Hoffnung verloren und sollten
00:00:34: einen neuen Anlauf nehmen. Themen wie die grüne Transformation und ein gesellschaftliches
00:00:42: Miteinander voranzutreiben. Das heißt eben auch die selbstgefälligen politischen Kräfte,
00:00:49: die eine grundlegende Zerstörung der bestehenden stabilisierenden Einrichtungen und Institutionen
00:00:56: unserer Demokratie im Schild führen und davon träumen, sich wieder in einem zicke zacke
00:01:02: zicke zacke heu heu heu Deutschland wiederzufinden. Politik so klein wie möglich zu halten. Das
00:01:08: wird ein ganzes schönes Stück Arbeit. Ich erinnere mit einem kurzen Ausschnitt an einen Wahlkampfredner
00:01:14: und meinen kleinen Versuch, diesem ein Statement zu entlocken. Allerdings Wahlkampf 2021. Aber
00:01:26: auch aktuell, oder? Es handelt sich um einen Politiker, der den geballten Zorn über die
00:01:32: vergangenen Regierungspolitik auf sich gezogen hat. Hört ruhig hin. Es ist nicht Christian Lindner.
00:01:40: Oder sprengen wir die Ketten, sehen wir, dass neue Regeln eine neue Form von Freiheit
00:01:46: ermöglicht und das der Sinn von Politik sein soll. Und ich weiß nicht, wie es ihnen geht.
00:01:50: Ich weiß nicht, was sie wollen, aber ich werde alles dafür tun und wir werden alles dafür tun,
00:01:54: dass wir am 26. am Sonntag eine Politik wählen, die die Antworten gibt, die die Verantwortung sucht,
00:02:01: die neue Wege beschreitet und deswegen in letzter Konsequenz alles dafür tut, Freiheit und Würde
00:02:07: in Deutschland zu sichern. Köln, vielen Dank! Auch nur eine Frage. Ich mache ein Podcast über
00:02:16: Psychiatrie. Einen Satz zu Psychiatrie? Nein, weiß ich nicht. Sorry. Das Gespräch über die Geschichte
00:02:25: des Integrationsfachdienstes habe ich mit Fritz Riedl, Horst Neumann und Klaus Häuser geführt.
00:02:32: Und zwar bereits am 11. Juli diesen Jahres in den Praxisräumen von Impuls, Raum für Beratung
00:02:41: und Coaching. Ich habe es gleichzeitig auch in drei Kapitel geteilt, die ich jetzt an drei Tagen
00:02:48: hintereinander veröffentlichen werde, also Freitag, Samstag, Sonntag, weil das Gespräch doch sehr
00:02:53: lang war und es so übersichtlicher und einfacher zu hören ist. Heute ist der Wachssaal wieder mal
00:03:01: unterwegs und auch im Gespräch. Das Thema ist die Geschichte des IFD, des Integrationsfachdienstes.
00:03:08: Dieser existiert seit vielen Jahrzehnten, unterstützt Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung,
00:03:14: psychischen Erkrankungen und den Schattus der Schwerbinderung. An ihrem Arbeitsplatz auf dem
00:03:20: ersten Arbeitsmarkt. Unterstützung erhalten aber auch Arbeitgeberinnen, da werden wir sicherlich
00:03:25: auch noch drauf zu sprechen kommen. Genau an dieser Stelle oder hier in Köln, hier in dieser Stadt,
00:03:32: ist der IFD dieser Dienst ja vor vielen Jahren, ich sage mal, entstanden. Ich hätte das gerne
00:03:40: dieses Gespräch auch in Räumen des Trägers, des heutigen IFDs hier in Köln gemacht, aber dann
00:03:46: war leider keine Aufnahmegenehmigung für bekommen, was ich sehr belauerlich finde. Deswegen sind wir
00:03:51: jetzt ausgewichen in Praxis für Beratung und Coaching in der Kölner Südstadt. Dafür bedanke ich
00:03:57: mich noch mal, wir werden das auch den Internetlink zu dieser Praxis hier noch mal in den Podcast
00:04:03: stellen. Diese Geschichte des IFDs, das kann natürlich, lebt natürlich von den Leuten, die das
00:04:10: kennen aus der damaligen Zeit und wie ein Wunder, drei von ihnen sind tatsächlich heute hier und
00:04:18: das freut mich sehr, dass das geklappt hat, denn wir werden gleich im Verlauf hören, dass da doch
00:04:24: schon eine lange Zeit her ist, aber auch ein sehr, sehr wichtiges Instrument eigentlich geboren wurde
00:04:31: vor über 40 Jahren. Ich begrüße deshalb erst nochmal Fritz Riedl, ja dann ist noch Klaus Häuser,
00:04:38: ich gehe mal in dieser Reihe nach, damals Mitarbeiter des Landtagsverband Rheinland und ja
00:04:46: vielleicht auch nur ganz kurz zu dir denn deine Funktion damals? Meine Funktion damals war referent,
00:04:54: so ist das damals in der Hauptfürsorge gestellt, so müßt die Bewürde, was heute das Integrationsamt
00:05:00: ist und ich hatte da die Chance, das neue schwer behinderten Gesetz rechtlich zu, sagen wir mal,
00:05:10: mit Leben zu füllen, weil das was ganz neu ist, aber da kann ich weiß mal ein bisschen zu erzählen,
00:05:15: das war also 1973. Noch ein paar Tage her. Ja, noch jemand drittes Sitz hier am Tisch, Horst Neumann,
00:05:28: auch ein Mann der ersten Stunde, ein bisschen später dann, also nach Entstehung des IFDs,
00:05:37: du warst in der Funktion damals oder in welcher Funktion warst du damals? Ja, mit Mitarbeiter vom
00:05:43: Dienst entwickelt werden solltet, als Modell versucht dann eingeführt werden soll, das war der
00:05:52: Begehungsschaffung und ich habe mir dann die Aufgabe für mich dran gemacht, dass ich erstmal Räume
00:05:59: so tat, so man anfängt, dass er dann anbricht, durch alle möglichen Bordchen, die hier in Köln
00:06:06: gekommen, die historischen Wert haben, aber letztendlich sind wir dann doch nicht da gelangelt.
00:06:11: Ich selbst bin dahin gekommen, ich war auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, ich habe
00:06:20: damals auf dem Arbeitsamt gearbeitet, im Psychologischen Dienst und habe dann sehr viel
00:06:27: gearbeitet, langen Untersuchungen an Diagnostik für Leute, die Asriafälle dann erneut wieder in
00:06:35: die Arbeit gebracht werden sollten. Das war so meine tägliche Arbeit, in der ich dann mit sehr vielen
00:06:40: Menschen zu tun hatte und meine praktischen Kenntnisse dann eigentlich ganz gut vertiefen.
00:06:47: Ich würde es reden, vielleicht kannst du nochmal ganz kurz sagen, wie lange du oder wann das war,
00:06:56: nur mal jetzt die Jahreszahl, wo du im EFD oder damals siehst du ja auch noch anders angefangen
00:07:02: hast, damals ist der PSD und die Überlegung dort war mit den Vertrauensleuten der gesamten
00:07:12: Umgebung, auch Ludwigshafen etc. zu kontakten und dann im Grunde als Fernziel einen Dienst einzubehen.
00:07:21: Und ich hatte dann die Möglichkeit bei Herrn Alberding, Landschaftsverband, zu kontakten,
00:07:29: mal dort immer die Färbinder und die Frauenzweide waren und die Ärzte und so weiter. Das war dann
00:07:34: schon so ein Fundament. Ich würde damit, wie er das auch den Hörerinnen und Hörern so, die ja nicht
00:07:41: alle jetzt vom Fach sind oder nicht das so im Detail auskennen, ich würde den Klaus Häuser nochmal
00:07:47: bitten, uns mal zu erzählen, das war ja eine wilde Zeit, Mitte der 70er Jahre in der Psychiatrie.
00:07:53: Wie war denn die Situation damals? Ja, es war wirklich eine spannende Zeit. Also nicht nur für
00:08:01: psychisch-krankkundbehinderte, sondern überhaupt für Sozialpolitik und speziell auch dafür behinderte
00:08:07: in der Gesamtheit. Das ganze geht zurück, das muss man sich nochmal verdeutlichen, auf den ersten
00:08:14: Weltkrieg. Der erste Weltkrieg hatte viele, viele Kriegsaufwahl und es gab 1920 das erste
00:08:21: Gesetz, das schwer beschädigten Gesetz, was sich um Kriegsopfer kümmern sollte. Das nicht das
00:08:27: Gesetz kümmert sich, sondern das müssen sich Leute drum kümmern, aber die gesetzliche Grundlage.
00:08:31: Damit fing das an. Das heißt, die Idee dort war, die Kriegsbeschädigten, so wie das damals hieß,
00:08:39: Kriegsversehe, Kriegsbeschädigten wieder in Arbeit zu bekommen als oberstes Gebot. Das heißt,
00:08:44: es waren Hilfen da, das haben wir beschrieben, mit denen man das tun sollte. Ich will das jetzt
00:08:54: nicht weiter ausführen, würde zu lange dauern. Dieses schwer beschädigten Gesetz ist nochmal
00:09:00: neu konzipiert worden, 1953, also nach Kriegszeit zweiter Weltkrieg. Da gab es dann auch bestimmte
00:09:11: Hilfen auch für Arbeitsunfallgeschädigte und nochmal für Blinde. Die Kriegsblinden waren
00:09:19: immer schon dabei, nämlich 1920. Dieses Gesetz hat dann ziemlich lange bestanden, nämlich bis
00:09:26: 1974. Im Jahre 1974 wurde das komplette System völlig neu erfunden. Das heißt, die Idee war,
00:09:39: das hat etwas zu tun mit der politischen Diskussion, mit der Öffnung und überhaupt neuer integrativer
00:09:47: Ziele in der Sozialpolitik, Stichwort sozial-liberale Koalition, Stichwort sonstiger, ist das mal fast
00:09:56: revolutionäre Neueransätze. Das schwer behinderte Gesetz hatte einen völlig neuen Ansatz, nämlich
00:10:04: den Schutz von Behinderten im Arbeitsleben und zwar unabhängig von der Art oder der Schwere der
00:10:14: Behinderung. Das heißt weg von der Kriegsseite hin zu den Menschen mit Behinderung, egal welcher Art
00:10:23: und egal welchem Umfang. Also damit wurden zum Beispiel jetzt eben auch der ganze Kreis der
00:10:29: psychisch kranken und Behinderten wurden einbezogen in dieses ganze Gesetzeshebenverfahren. Das war
00:10:35: revolutionär. Das gab es vorher nicht. Die Gesellschaft hat mit dem Thema auch nicht viel
00:10:42: zu tun. Die wollten auch nichts damit zu tun haben. Also insofern ist sowieso völlig neu
00:10:47: anfangen. Und parallel dazu liefen die Bestrebungen der Psychiatrie und Kate. Das ist der gleiche
00:10:57: Zeit. Das heißt die gleiche Idee, neu denken, neu handeln, einfach neu machen, neu auf neu
00:11:06: gesunde Füße stellen. Dass diese beiden Bewegungen kamen gleichermaßen am Ende zum Ergebnis. Die
00:11:15: Psychiatrie gehört noch zu 75 und das Schweber in den Hinteren gesetzen 1974. Das war dann so der
00:11:22: Kulminationspunkt dieser gesamten Ideen zum Neuer Behindertenhilfe. Und das war aber eine
00:11:29: bundesweit ernamene? Ja, beides. Ein Bundesgesetz und die Psychiatrie-Anquête als eine Anquête,
00:11:38: die der Bundestag beauftragt hatte. Das heißt das war ja dann auch ein Bundes-Incentiv. Ja,
00:11:45: ja. Nun sitzen wir ja auch hier in Köln und auch mit euch zusammen. Weil ja Köln damals, es ist
00:11:53: nur meine, ich erinnere mich aber so meinen Wissen, ja auch eine Voralterwolle gespielt hat. Da
00:12:00: würde ich aber noch mal verstehen wollen, wieso hat sich das hier verdichtet? Ist das überhaupt
00:12:05: so gewesen, dass das in Köln auch am Anfang macht? Ja, kann man auch da, wo ich jetzt mal gut
00:12:11: erkläre. Manchmal sind es simple Sachen. Ganz simple war das Bundesarbeitsministerium,
00:12:17: Arbeiten und Besonderkeit oder Soziales. Weinbomber. Das heißt man hatte eine Behörde ohne
00:12:24: hin, guten Kontakt, ich sag mal zwischenwändliche Art. Also wir hatten guten Kontakt. Ich kannte
00:12:31: den Traffratsleiter da aus dem Behindertenbereich. Ich habe nicht dem regelmäßig korrespondiert,
00:12:37: nur als Beispiel, dass die eine Seite weshalb Köln. Die andere Seite der maßgebliche Mensch aus
00:12:47: der Psychiatrie on Kett war der Gesundheitsdizernat des Landschafts. Professor Dr. Kuhlen kam,
00:12:54: er war Leiter Chefarzt in Düsseldorf. Der kam dann als politischer Landesrat, also als Wahlbeauter
00:13:04: in der Landschaftsverwand und der war maßgeblicher Inhaltgeber der Psychiatrie on Kett. Mit diesem
00:13:11: Namen ist die Psychiatrie on Kett verbunden. Das heißt, wenn man so will, ein seiner Zeit Kölnauer.
00:13:18: Ja, ja, ja. Von daher ist es so, man sich das erklären nicht. Abgesehen davon finde ich nachher vor,
00:13:25: die Konstruktion des Landschaftsverbandes als Kommandar der Selbstverwaltung, der viel machen
00:13:31: konnte, ohne Minister zu fragen. Genau. Das hat auch maßgeblich dazu beigetan, weil dieser
00:13:37: Verwand war durchaus trotz Behördenkonstruktion innovativ. Ja, ja. Das ist interessant, weil wenn
00:13:48: man da nicht so damals dabei war, dann denkt man sich warum denn hier, oder warum jetzt hier in
00:13:54: dieser Stadt. Aber das erklärt das natürlich. Ja, da kamen die ganzen Landesgründenhäuser dazu und
00:13:59: da kam auch Lammfeld, beispielsweise. Nicht eine neue Richtung rein, die das alte Denken der Verwahr
00:14:07: anstalten, die war dann damit abgenützt. Da wurden wenige so die Leute runterzubringen,
00:14:13: in so einen Gruppen, wo auch immer in Wohngruppen, das war der Punkt, nicht mehr irgendwo hab
00:14:18: weggesperrt, abgeliebt. Und das war eigentlich der Hintergrund der ganzen Sachen und das war
00:14:25: schon weiter. Aber in der Form, bis es hier gemacht wurde, war natürlich jetzt toll. Aber das war
00:14:32: natürlich auch ein großer Furcht, weil dieses Verwand ist. Das heißt, hier kamen die Psychiatrie,
00:14:36: Wirkliche und Kliniken, als nur Hau auf der einen Seite und was ja ungewöhnlich ist, die so die Hauptführer
00:14:44: der seinerzeit als Beauftragter, nicht als Gesetzesdurchführer für den Bereich Arbeitsleben. Das
00:14:54: heißt, Psychiatrie und Arbeitsleben kamen hier zusammen in der Behörde. Sonst ist das kaum der Fall.
00:15:00: Die Wohlfahrtsverbände sind ein bisschen ähnlich im Südwesten, also Bad Württendorf. Aber ansonsten
00:15:08: ist das natürlich ein glücklicher Zufall, dass diese Kompetenzen auch fachlicher Art hier in einem
00:15:13: Haus zusammen kam. Und da war natürlich der König-Verein, sage ich schon, durchaus
00:15:21: maßgehend. Auch den Leuten nicht. Herr Schwendig war ja Sprecher des Landschausserwandes zum
00:15:28: Naradinsen. Er war Pressesprecher. Richtig. Und der Chef, der hier in der Uni Klinik war, Professor
00:15:36: Jovan war. Der Jovan war Rehabitationsfachmann. Ja, der hat einen ganzen Vorgesprächen, die
00:15:44: Schäbe in den Leuten da waren, eingeladen und das war also immer ein volles Haus. Und von daher
00:15:50: war in der Anfang eigentlich nicht erst, sagen wir mal, am Ende des Jahres, 76er Fall, sondern am
00:15:57: Anfang schon. Und das war eigentlich so der große Vorteil. Das heißt, da kam noch so diese Klinik
00:16:04: eben, wo dann die Klinik Rehabteilen war das Jahr nach. Also Rehabteilen, die ganze Psychiatrie,
00:16:10: mit allem drum und dran, war hier insuditionell natürlich verankert. Jochen war ja Uni Klinik
00:16:17: Köln. Aber immerhin auch eben Köln und Fachmann für Rehabitation. So, kam alles dann irgendwie
00:16:25: zusammen. Aber muss ich mir das denn so vorstellen? Also versuche das. Es gab doch immer schon
00:16:31: Menschen mit psychischer Erkrankung, zumindest wir reden jetzt mal nach dem Zweiten Weltkrieg,
00:16:36: die trotzdem einen Arbeitsplatz hatten oder an bei der Arbeit waren. Aber oder wieso ist das da
00:16:44: erst diese Gruppe so im Ziel geraten? Was ich eben sagte. Die Einbeziehung dieser Gruppe als
00:16:53: Gruppe als psychisch kranke, behinderte, wie immer, um die Zeichnen in den Bereich von Arbeitsschutz,
00:17:00: die wurden ja erst 1974, wurde das ja erst gesetzlich geregelt mit allen Schwierigkeiten,
00:17:07: weil das war, es ging ja um, wie es damals hieß, wie es ja heute immer noch heißt, um
00:17:12: schwer behinderte. Die haben einen bestimmten Status und ich denke, einer der Probleme war ja ganz
00:17:19: sicher im täglichen Berit, wenn man da so um sich um wen kümmern sollte oder müsste oder wie auch
00:17:26: immer. Die mussten ja diesen Status haben und am Anfang war das gar nicht selbstverständlich,
00:17:32: dass die einen solchen Status haben könnten. Die wollten den auch manchmal gar nicht. Das heißt,
00:17:39: bis das mal durchgesickert ist, bis bis nach unten runter, dass die auch zu dem Kreis gehören,
00:17:46: die da geschützt sind, im Arbeits, das war völlig, das war nicht selbstverständlich. Aber das ist ja
00:17:53: jetzt vielleicht auch das Stichwort, bis das durchgesickert ist. Wir haben ja eben schon mal so
00:17:58: bei der kurzen Vorstellung waren wir ja schon mal, Knauzhause hat ja jetzt so diesen Überbau,
00:18:04: diese Rahmenbedingungen, auch die politischen noch mal so formuliert. Und ich kenne das ja selber,
00:18:10: wenn man so neue Institutionen gründet, in der Psychiatrie, dann irgendwann kommt es ja dann da
00:18:15: an, wo es praktisch umgesetzt werden soll. Das würde mich jetzt noch mal interessieren. Das war
00:18:19: ja so die Zeit, wo dann Fritz Riedl und auch Horst Neumann so eingestiegen sind. Woher kam
00:18:27: denn sozusagen der Auftrag, so einen Dienst da zu machen? Das war ja gerade diese Entwicklungsgeschichte,
00:18:33: die es vorhin noch erzählt haben. Ich war am Ende meines Studiums, traf Oslo Christianzen,
00:18:39: die war damals, die war damals noch in der Klinik und die hat mich, weil ich ja gerade noch in
00:18:46: der Entfassung der Studium waren. Die hatte mit
00:18:50: nicht gebeten, sowohl in der Klinik zu machen in Mehrheim, da war ich dann, hatte Zimmerchen
00:18:58: und so weiter und habe dann also auch gegenüber dem Landschaftsverband eine Grundvoraussetzung
00:19:04: geschrieben, die geprägt war.
00:19:07: Und dann mal durch meine Entwicklung, ich habe verschiedene Berufsabschlüsse und das ist
00:19:11: der Hintergrund, dass es also nicht von den Arbeitgebern nicht sehr sinnvoll angesehen
00:19:16: wurde und das ganz hart zu sagen, wenn eine Sozialarbeiterin kam, die natürlich einen
00:19:22: guten Willen, eine gute Idee hatten, aber vom praktischen Arbeitsmarkt die Feinheiten
00:19:28: nicht kann.
00:19:29: Ach so, ja.
00:19:30: Und das war der Hintergrund und dieses Konzept haben wir dann den Landschaftsverband zugesandt
00:19:34: und das ist natürlich gelohnt worden.
00:19:37: Die Anfänger haben wir erlebt.
00:19:43: Ich muss vorhin schicken, mein Chef, also der seinerzeitige Landesrat, Albert Ding, der
00:19:50: eben schon mal erwähnt worden ist, war ein durchaus innovativer Mensch, der hatte immer
00:19:55: viele Ideen, aber er war einem neuen Aufverschlossengegeber und der war natürlich als Landesrat, als
00:20:01: Wahlbeamter eines Dezernats, der Hauptführersorgestehle, hatte dann natürlich was zu sagen.
00:20:07: Und die Idee, die kam dann an uns rübergeschwappt, sag ich mal, von Christiansen und ihrem seinerzeitigen
00:20:17: Leid, also dem Chef der Klinie, das war der Berger, Professor Berger, der Landesklinik
00:20:24: in Köln.
00:20:25: Der sagte, ja, gute Idee, geht mal zu den anderen Kollegen vom Landschaftsverband und
00:20:33: guckt mir, ob er das da irgendwo verkaufen könnte.
00:20:35: Wir haben das aufgenommen, zwar aus vollem der Idee.
00:20:41: Die Hauptführersorgestehle in alter Tradition, für Kriegsbeschädigte, ich kam dann 74 dazu,
00:20:48: da gab es dieses völlig neu konstruierte Schwelbehindertengesetz.
00:20:52: Ich war da eben zuständig für die Umsetzung.
00:20:54: Eine der größten Innovationen war ja die, dass andere Behinderte eben auch ohne Frage
00:21:00: nach Ursache und ohne Frage nach Art der Behindertung.
00:21:04: Also früher waren es traditionell die körperlich behinderten.
00:21:07: Die Sinnesgeschädigten, das war ein Kriegsopfer.
00:21:10: Dann kamen auf einmal dazu alle geistig Behinderten.
00:21:13: Für uns als Behörde war es völlig neu, völlig neu.
00:21:18: Und die psychisch behinderten dann auch noch völlig neu.
00:21:21: Und wir hatten für die körperlich behinderten, hatten wir ja schon einen Fachdienst.
00:21:29: Nämlich den sogenannten technischen Dienst.
00:21:32: Lieber, Rostas, wirst du aus deiner Zeit zum Arbeitsamt ja noch kennen.
00:21:37: Die hatten immer einen technischen Dienst.
00:21:39: Den haben wir dann auch in Anspruch genommen und haben dann später aber allerdings selbst
00:21:44: Leute eingestellt.
00:21:45: Technischer Dienst hieß, wenn es Probleme gibt am Arbeitsplatz technischer Art, so ein
00:21:51: Thema körperlich behinderte, dann schicken wir unsere Fachfreude dahin, das waren die
00:21:56: beratenden Ingenieuren, damit die vor Ort, das war ein Ingenieurer.
00:22:02: Auf Augenhöhe den Arbeitgeber oder die Meister, da haben wir auch immer wieder eingesetzt.
00:22:09: Ja, die waren noch körperlich.
00:22:11: Die waren uns in großer Hilfe.
00:22:13: Wenn es um technische Sprung ging.
00:22:16: Wenn es um einen technischen Bereich ging, wo jemand an der Kreise gearbeitet hat.
00:22:21: Ja, wir kamen mit den Schützen als psychisch kranken, damit er da nicht sich verlebt.
00:22:27: Und da hatten nur die Kollegen, die konnten wir dafür.
00:22:30: Und diese Kollegen, also diese Ingenieure, diese Berater, die waren sehr kompetent, die
00:22:38: waren sehr erfolgreich.
00:22:39: Und da haben wir gedacht, wenn ich für die körperlich behinderten Handelssohn Dienst,
00:22:44: funktioniert bestens, wir müssen für geistig behinderte Menschen mit geistiger Behinderung
00:22:51: und in dem Fall jetzt hier Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung, müssen wir
00:22:56: was Ähnliches erfinden.
00:22:57: Das müssen wir da auch hin kriegen.
00:23:00: Dann haben wir dann daraufhin einen Modellversuch gemacht.
00:23:04: Und das ist ja immer gut.
00:23:08: Man kann ja dann manchmal mitmachen und ausprobieren.
00:23:11: Modelle sind dann schlecht, wenn sie zwar gut sind, aber nicht wartegeführt werden.
00:23:14: Und das droht ja immer.
00:23:16: Weil jedem Modell egal was es ist, gutes Modell, aber am Ende ist kein Geld dafür, es umzusetzen.
00:23:23: Wir hatten aber folgendes Glück, dass dieses Schwäbehindertengesetz, ähnlich wie das
00:23:30: alte Schwäbeschädtengesetz, das kannte eine Ausgleichsabgabe.
00:23:35: Das heißt, Arbeitgeber, die weniger als X Prozent ihrer Belegschaft als Schwäbehinderte
00:23:44: ausweisen konnten, mussten 100 Euro, glaube ich, im Jahr, ne 100 Magen als Ausgleichsabgabe
00:23:51: zahlen.
00:23:52: Dieses Geld zog die Hauptfürsorgestelle ein und das schöne Anliegen des Geldes war, es
00:23:59: war einfach toll, das mussten wir selbst verwalten.
00:24:02: Das heißt, der Kamera unseres Hauses, der immer knapp war, Geld war, der hätte das gerne
00:24:08: gehabt, das ging nicht, das geht nicht, sondern die Hauptfürsorgestelle hatte das zu verwalten,
00:24:17: ein Zweck gebunden und unter anderem konnten wir damit Modellprojekte finanzieren.
00:24:23: Und davon ist dann das immer noch so.
00:24:26: Das ist ein riesen Vorteil in diesem System, dass das nicht nach, natürlich auch nach Kassenlage,
00:24:34: aber eben nach der Kasse der Ausgleichsabgabe und nicht nach der Kasse des Kameras.
00:24:38: Das war der große Vorteil.
00:24:41: Das heißt, da stiegen wir ein mit einem Modellprojekt, ich kann nicht mehr sagen, ob das am Anfang
00:24:46: ein oder zwei Jahre lief, ich meine zwei Jahre bin ich nicht.
00:24:50: Zwei Jahre.
00:24:51: Dann hatten wir zwei Vereine und der zweite Verein hat nicht gut gearbeitet.
00:24:58: Das kann ich jetzt nur so sagen und bestätigen, das war ein Fehlgriff aus diversen Gründen
00:25:10: und deshalb war am Ende nur noch einer da, der Kölner Fall.
00:25:15: Das heißt, das waren wirklich, und das ist auch heute noch so, in dem Sinne kein Steuergeld,
00:25:21: was dafür mit einer Arbeitsgeber, was Arbeitgeber, für die nicht eingestellt,
00:25:28: und behindert.
00:25:29: Genau, man hat ja heute auch noch so diese Ausgleichsabgabe, Schmerbehinderte.
00:25:33: Ich will das nur nochmal betonen, mir ist das klar, dass eben auch diese Finanzierung
00:25:38: ja auch eine Möglichkeit bot im gewissen Rahmen, wie du jetzt sagst, was Neues zu probieren
00:25:43: oder auch Modellen anführungszeichen zu starten.
00:25:47: Und dann waren noch so, dann waren die Anfänge.
00:25:50: Also Ingobar Kmaier sagt, der Name war mit dir Fritz Riedl, dann waren wir bei der
00:25:58: Strecke.
00:25:59: Die Strecke liegen, die ja vom Verein erst mal ausgesucht wurden oder im Tarwart zum
00:26:05: Teil, logischerweise.
00:26:07: Und die Inge war, ich hatte mehr oder weniger Ende September, ich hörte sie dort auf,
00:26:14: in der Klinik und ich hatte schon im 1.
00:26:17: September angefangen beim Verein und dann haben wir uns in der Radeweiger Straße wieder
00:26:25: gefunden unter den Klienten, die da wohnten.
00:26:28: Das war eine Wohngemeinschaft?
00:26:30: Das war eine Wohngemeinschaft.
00:26:31: Und da war ein Raum dann für die ersten Stunden?
00:26:34: Für die ersten Stunden.
00:26:36: Wobei halt das Thema vorher mit der Hilfestellung grundsätzlich natürlich gut ist, das ist
00:26:43: überhaupt keine Frage.
00:26:44: Aber der Harten an der Angelegenheit ist, wenn der Bezugspartner, das gibt es, es gab
00:26:51: eine tolle Firma, Phil heißt die gibt es wahrscheinlich heute noch, die hat einen
00:26:56: jungen Mann, der schwer behindert war, der hatte einen Ansprechpartner, einen Meister,
00:27:03: der toll war, der hat ihn unterstützt und so weiter.
00:27:06: Und irgendwann kam ein junger, dynamischer Meister, strabte alles zusammen.
00:27:10: Also es ist so wichtig, das ist gar keine Frage, die finanzielle Unterstützung, aber
00:27:16: es muss auch das Feedback geben an die Firma.
00:27:20: Funktioniert das nicht.
00:27:22: An dieser Stelle folgt ein kurzes WDR-Radio-Interview aus dem Jahre weiß ich nicht so genau mit
00:27:34: Ingeborg Meier.
00:27:35: Ingeborg Meier, die hier im Gespräch auch schon erwähnt wurde, ist eine leider längst
00:27:41: verstorbene wichtige Kollegin der Gründungsphase des Integrationsfachdienstes gewesen.
00:27:47: Hört, was sie damals berichtete.
00:27:50: Ja, wir machen jetzt weiter mit unserem Gespräch, 8.12 Uhr zu 10 Minuten nach 8.00 Uhr.
00:27:54: Wir wollen über eine Modelleinrichtung reden, die weit über das Rheinland von besonderer
00:27:58: Bedeutung ist.
00:27:59: Es geht um den Psychosozialen Dienst des Kölner Vereins für die Rehabilitation Psychisch
00:28:04: Behinderte.
00:28:05: Ein eingetragener Verein, der angegliedert ist der Hauptfürsorgestelle des Landschaftsverbandes
00:28:11: Rheinland.
00:28:12: Diesen Dienst hat man vor zwei Jahren eingerichtet und diesem Dienst angegliedert einen Modellversuch
00:28:20: zur ambulanten Nachbetreuung für die Wiedereingliederung, also Rehabilitation der Psychisch Behinderte.
00:28:28: Ist das richtig?
00:28:29: Ja, das ist richtig.
00:28:30: Ich will vielleicht mal kurz was zur Geschichte erzählen.
00:28:33: Entstanden ist also die Idee, als 1974 die Rheinische Landesklinik Mehrheim eingerichtet
00:28:37: wurde.
00:28:38: Da gab es einen Arbeitskreis, der sich also besonders mit den Problemen beruflicher Wiedereingliederung
00:28:43: von psychisch Kranken oder schon Wiedergenesenin beschäftigt hat.
00:28:46: Und daraus entstand dann, dass die Hauptfürsorgestelle über die Zeit von zwei Jahren ein Modell finanziert
00:28:53: hat auf der Grundlage des Schwäbinghändengesetzes, das also vorsieht beruflicher Wiedereingliederung
00:29:01: in Arbeit, Beruf und Gesellschaft.
00:29:02: So heißt es also richtig.
00:29:04: Das ist seinerzeit finanziert worden für zwei Jahre, jetzt nochmal um zwei Jahre verlängert
00:29:08: worden und wie gesagt angegliedert an diesem kleinen psychiatrischen Trägerverein, den
00:29:13: Kölner Verein.
00:29:14: Wir sollten vielleicht noch dazu sagen, eben zur Person.
00:29:16: Ja, das hat diese Informationen von Ingeburgen, mal ja, seine Arbeit, die soziale Arbeit,
00:29:21: die amtliche Mitarbeiterin bei diesen Krönen.
00:29:24: Wie sieht das in der Praxis aus, von meiner Wiedereingliederung in Gesellschaft und Beruf?
00:29:29: Also zunächst einmal ist ja wohl die Wiedereingliederung in den Beruf auch eine wichtige Vorbedingung
00:29:35: für die Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
00:29:37: Ja, das ist richtig.
00:29:38: Wir haben das also so gemacht, wir haben unsere Klienten zum größten Teil von der
00:29:44: Rheinischen Landesklinik Meerheim, teilweise auch damals von Brau Weyler noch und von der
00:29:49: Rehabitationsklinik von Professor Jochheim übernommen, haben Kontakt aufgenommen mit
00:29:54: den Kliniken und uns die Patienten nennen lassen, bei denen so die Therapeuten der Meinung
00:29:59: waren, dass eine begleitende Betreuung noch über lange Zeit notwendig ist.
00:30:03: Und der Hauptaspekt war also einmal die bestehenden Arbeitsverhältnisse überhaupt erst einmal
00:30:10: zu halten.
00:30:11: Das hat uns jetzt auch eigentlich so den meisten Erfolg gebracht.
00:30:16: Wir sind jetzt gerade dabei, so die Zwischenauswertung zu machen nach den ersten zwei Jahren und
00:30:19: haben also festgestellt, dass das wirklich so der Hauptschwerpunkt und auch so der Haupterfolg
00:30:23: unserer Fältigkeit war.
00:30:24: Aber ein bisschen schwierig waren sie doch wahrscheinlich mit den bisherigen Arbeitgebern
00:30:28: Engelkontakte halten müssen und die überzeugen, dass man den Patienten, die ja noch in der
00:30:33: Klinik möglicherweise sind und im Übergangstallium sind, dass man denen den Arbeitsplatz offen
00:30:37: hält, wieder ergibt, damit sie zusätzlich stabilisiert sind.
00:30:40: Ja, das stimmt.
00:30:41: Wir haben da aber im direkten Kontakt mit Arbeitgebern also wirklich gute Erfahrungen
00:30:45: gemacht, nicht, wenn man zu einem Arbeitgeber hingehen kann und also ich will es mal anders
00:30:49: erklären.
00:30:50: Also eine Behinderung hat meinetwegen so ein Arm amputiert ist oder so.
00:30:56: Das ist ein einschätzbarer Mangel.
00:30:58: Da weiß man also genau dem kann man das und das nicht geben.
00:31:01: Bei Psychospenarten ist es eigentlich anders.
00:31:04: Man muss also Arbeitgebern wirklich beibringen, wo so die Handicaps liegen und wo wirklich
00:31:07: die also noch guten und mit unter sehr differenzierten Fähigkeiten und Fertigkeiten noch liegen.
00:31:12: Und beim adäquaten Einsatz, also einem richtigen Arbeitseinsatz, sind eben Psychospenate sehr
00:31:18: wohl in der Lage, so ausgezeichnete Arbeit zu machen.
00:31:21: Wenn wir den Arbeitgebern das also klar machen konnten und selbst so mit Vorschlägen kamen,
00:31:26: im Einfallleben zum Beispiel mit Betriebsräten und den Vertrauensleuten der Schweibe hin
00:31:30: hatten, so die wirklich so gute Kontakte haben, dann ging das in der Regel sehr gut.
00:31:35: Wenn ich hier die Hubschmöglichkeiten könnte, dann über diese Arbeitsplatzerhaltung, Arbeitsplatzbeschaffung
00:31:40: noch leisten.
00:31:41: Ich denke da beispielsweise daran, dass viele psychisch kranke ja teilweise auch in diese
00:31:45: Situation gekommen sind, durch Probleme, die sie allein nicht bewältigen können.
00:31:48: Und das Problem ist oft, dass diese Patienten dann aus dem Krankenhaus entlassen werden,
00:31:57: freien medizinisch gesehen, wiederhergestellt, aber an ihrem Problemfeld hat sich eigentlich
00:32:01: wenig geändert.
00:32:02: Sind sie da nicht überfordert, wenn sie auch versuchen müssen wollen, an dieser Problemsituation,
00:32:08: was zu verändern, helfen zu verändern?
00:32:09: Wir sind also in der glücklichen Lage, dass wir sagen können, wir machen pro Mitarbeiter
00:32:15: bei meinen 20 betreuten Klienten Schluss.
00:32:18: Das ist also wirklich illusorisch anzunehmen, man kann mit 80 Leuten gleichzeitig arbeiten,
00:32:22: das ist eine totale Beforderung.
00:32:24: Und ich will vielleicht mal so sagen, was zu unserer Arbeit Schwerpunkte sind, dann wird
00:32:29: es etwas deutlicher.
00:32:30: Wir haben also pro Person etwa, wie gesagt, 20 Klienten, also pro Mitarbeiter 20 Klienten,
00:32:36: und haben also einen Schwerpunkt, ist eine intensive Einzelfallhilfe.
00:32:39: Es geht also sowohl von einer so mehr sozialpädagogischen Beratung hin bis zu Hilfen bei sozialadministrativen
00:32:46: Themen.
00:32:47: Es ist ja häufig wirklich unheimlich viel kaputt zu schulen, die Wohnung ist am Wackeln
00:32:50: und alles Mögliche.
00:32:51: Das zweite ist also dieser Arbeitsaspekt, das hatte ich eben schon gesagt.
00:32:56: Das Dritte ist, dass wir seit Beginn der Fältigkeit Kontaktgruppen anliegen, zweimal in der Woche,
00:33:02: wo die Leute sich untereinander kennenlernen können und einfach so ein bisschen üben können,
00:33:06: wieder Kontakt aufzunehmen und eben auch mal mit Leuten auszukommen, mit denen man in
00:33:09: der Regel nicht so gut kann.
00:33:10: Das ist ja auch Realität am Arbeitsplan.
00:33:12: Noch mal eben zu dem Stichwort Arbeitsplatzbeschaffung, das ist eben vielleicht ein bisschen mit
00:33:16: untergegangen, denn da ist ein echtes Problem und da würden Sie gerne noch zusätzliche
00:33:19: Hilfe und Verständnis haben.
00:33:21: Ja, also da braucht man wirklich noch sehr viel Hilfe.
00:33:23: Wir arbeiten eng zusammen mit dem Arbeitsamt, aber wie ich von schon sagte, wenn wir so
00:33:28: in eine Firma kommen und uns vorstellen können und dem Arbeitgeber sagen können, also da
00:33:32: und da liegen die Handicaps und das ist unsere Hilfe, die wir anbieten können, geht es.
00:33:36: Aber die Vorurteile sind im Allgemeinen noch so groß, mal so ganz abgesehen von der jetzigen
00:33:41: Arbeitsmangelage nicht, dass wir einfach an diese Stellen gar nicht erst herankommen.
00:33:46: Und das wäre natürlich ganz schön, wenn wir so noch ein paar Arbeitgeber hätten, wo wir
00:33:51: denn mal hingehen können und fragen könnten, wollte ich nicht mal den und den nehmen.
00:33:54: Ja, dieses also zuvermitteln über den Verein respektive, über die Hauptfürstungsäufer
00:33:57: der Nationalstadt zu Bönnens Reinhard.
00:33:59: Sie sagten eben Mitarbeiter, jeder hat 20 in Wahrheit und die Realität sieht so aus, dass
00:34:05: sie nur zwei sind, sodass das alles drei jetzt sogar.
00:34:09: Gott sei Dank.
00:34:10: Denn bei der Szene, die wir vorfinden auf dem Gebiet der psychisch behinderten und kranken,
00:34:16: ist das ja auch nur drauf und auf dem heißen Stand.
00:34:18: Sicher, das ist also im Grunde viel zu wenig.
00:34:21: Nur ich denke, dass also unsere Arbeit sich da wirklich schon bewährt hat und dass das
00:34:25: vielleicht so ein ganz guter Ansatz sein kann, so ein Dienst meint, wegen Anzugliedern
00:34:31: an einer anderen Institution.
00:34:33: Also ich habe da noch immer so einen Kopf am sinnvollsten wär's so als Ambulanz, mein
00:34:37: wegen einer Tagesklinik oder so ein Arbeitstrainingzentrum oder ähnlich.
00:34:41: Wo die so die Relative in der Arbeitsarbeit auch da ist und zur Behandlung.
00:34:44: Und dieses Modell, was Sie seit zwei Jahren betreiben, wir zwei weitere Jahre weiter durch,
00:34:48: das ist gesichert.
00:34:49: Ja, das ist gesichert, da freuen wir uns auch drüber.
00:34:51: So, dass wir dann irgendwann nochmal eine endgültige Bilanz vielleicht schon mit Erfolgen
00:34:55: auf Übertragbarkeit reden können.
00:34:57: Vormal herzlichen Dank.
00:34:58: Alles Gute für die Arbeit.
00:34:59: 8 Uhr 18, 11 Minuten.
00:35:01: Hi Klaus und alle, die uns zuhören.
00:35:05: Du hast also heute eine Trilogie geschaffen.
00:35:08: Als Kontrapunkt zur gescheiterten Dreierampelkoalition oder wie ist das gemeint?
00:35:13: Ich war erst überrascht und wusste nicht recht, wie ich mit welcher Musik darauf eingehen
00:35:19: soll oder kann oder ist besser lasse.
00:35:21: Und dann stieh ich auf das Dreifach oder Triple Album.
00:35:26: Naheliegend, oder?
00:35:27: Zumindest in der Zeit von "Vinil Child" platten, oder nicht.
00:35:31: Das erste Dreifachalbum, das ich kannte, war damals der Soundtrack zum Film Woodstock.
00:35:37: Der kam 1970 raus.
00:35:39: 1967 war der Summer of Love, 1968 das Summer of Fate und 1969 das Summer des Woodstock Festivals.
00:35:48: Auch eine Trilogie, wenn man so will.
00:35:50: Das Album kam also 1970 raus und ich habe einen Track ausgewählt, der inhaltlich immer noch
00:35:56: richtig und wichtig ist.
00:35:58: Formal ist die repetitive, zwingende Form ein wunderbares Mantra, das die Bedeutung des
00:36:04: Referents perfekt unterstützt.
00:36:06: Eine einzige Meditation.
00:36:09: Richie Havens Freedom.
00:36:10: # Freedom, freedom, freedom, freedom, freedom, freedom.
00:36:37: # Sometimes I feel like a motherless child.
00:36:43: # Sometimes I feel like a motherless child.
00:36:51: # Sometimes I feel like a motherless child.
00:36:59: # In the long way.
00:37:05: [Musik]
00:37:12: [Musik]
00:37:37: Warum fällt mir jetzt gerade Marius Müller
00:37:39: Marius Müller westernhagen Song