Liebe Leute, am kommenden Freitag, 6.2.2026 um 20:00 erscheint eine neue Podcastepisode mit dem Teil 2 meines Gesprächs mit Lothar Gothe und Rainer Kukla. Ich habe auch ein neues Cover Bild eingeführt:ein Werk der Künstlerin, Elke Jonen, Künstlerkürzel „ejo“, die in Köln lebt. Der Titel lautet: „Einblick“ / Erstellungsjahr 2017 / Acryl auf Leinwand, Originalgröße 40 x 60 cm. Es zeigt den Ausschnitt eines Portraits. Im Fokus der Blick, der sucht, leidet und voller Kraft und Willen fordert. Die Augen, ein Zugang zum Innersten, beseelter Wesen. Ein Ausdruck mehrschichtiger Empfindungen.
00:00:00: Hallo und guten Abend liebe Hörerinnen und Hörer. Heute erwartet euch mein Gespräch mit
00:00:14: Bernd Nickbuer. Bernd Nickbuer ist vielen bekannt. Das ist derjenige der die Musikbeiträge für diesen
00:00:22: Podcast macht bereits seit März 2021, 67 Folgen mittlerweile. Und ich hatte mir vorgenommen
00:00:34: heute mit ihm über seinen Hintergrund, über seine Beweggründe, seinen Beitrag für diesen
00:00:42: Podcast zu liefern und auch wie das so im Zusammenhang zwischen dem Psychiatrie Thema dieses
00:00:48: Podcast und eben den Musikgeschichten steht. Es erwartet euch ein interessantes mitunter auch
00:00:57: unterhaltsames Gespräch. Da wobei hinaus wird er heute dann in seinem eigentlichen Musikbeitrag
00:01:05: die legendäre Band Jefferson Airplane vorstellen mit zwei Songs dazu. Vor dem Gespräch möchte ich
00:01:16: euch aber auch noch mal einen kleinen Ausschnitt aus der Episode vorspielen, in der Bernd Nickbuer
00:01:23: mit diesem Podcast begonnen hat. Hört mal rein. Ja jetzt kommt der Moment in dieser Episode,
00:01:29: auf den ich mich sehr, sehr freue. Ich darf den neuen Autor des Musikteils in diesem Podcast
00:01:35: sehr herzlich begrüßen. Bernd Nickbuer, hallo. Hi Klaus. Du wirst ab heute bis auf weiteres den
00:01:41: Hörerinnen und Hörern spannende und unterhaltsame Musik und Musikgeschichten per Klick entlissen
00:01:47: liefern. Da könnt ihr euch drauf einstellen. Wie wirst du denn heute beginnen? Also ich habe
00:01:54: eins von meiner Lieblingsstücke ausgewählt, von dem ich auch glaube, dass es in den Kontext
00:01:59: deines Podcastes passt und ich bin gespannt wie es ankommt. Sie sind ein Weltstar. Warum leben
00:02:07: sie ausgerechnet in Manchester und nicht in London, Paris oder New York? Die Sängerin Nico
00:02:13: antwortete auf diese Frage eines Rundfunkjournalisten im Jahre 1982. Es erinnert mich an meine
00:02:18: Kindheit im ausgebomnten Berlin nach dem Krieg. So ungefähr also muss man sich als Manchester der
00:02:23: frühen 80er Jahre vorstellen, wo auch die Band und der Sänger herkommen, um die es heute gehen soll.
00:02:28: Beeinflusst von Bowie, Iggy, selbstverständlich Loreed und der bereits erwähnten Nico,
00:02:34: gründeten vier Teenager in den 70er Jahren eine Band, die später unserem Namen "Joy Division"
00:02:39: bekannt werden sollte. Soweit diese 13. Episode, also vor gut drei Jahren, jetzt kommen wir aber zu
00:02:49: unserem aktuellen Gespräch, was wir am Dienstag dieser Woche geführt haben. Viel Spaß dabei erstmal.
00:02:57: Ja Bernd, ich hatte das ja schon angekündigt, dass ich dich heute ein bisschen be-fragen will. Ich glaube
00:03:08: viele Hörerinnen und Hörer sich schon fragen, wer ist der Typ, der da immer die Musikbeiträge macht
00:03:14: oder die Beiträge über Musik, muss man ja sagen. Es gibt ja auch keine Fotos von uns,
00:03:21: sodass wir uns heute irgendwie auf eine exakte Beschreibung von dir konzentrieren. Ja, ich war kurz
00:03:29: für dich beim Friseur. Kann ich bestätigen? Ja, wir sind wieder mal persönlich beieinander hier
00:03:37: und ich habe mal so überschlagen, müssen um die 65 Folgen Episode sein, in denen du jetzt diese
00:03:45: Beiträge machst. Ja, und mich würde mal so interessieren, du wusstest ja, dass der Podcast über
00:03:52: Psychiatrie geht, im weitesten oder erweiterten Sinne, und hattest du da schon länger vor die Idee,
00:03:59: mal so ein Format da mitzugestalten? Überhaupt nicht, gar nicht. Ich wäre nie auf die Idee gekommen.
00:04:05: Also weiß ich nicht, ob ich nie auf die Idee gekommen wäre, aber da war nichts virulent in mir,
00:04:10: was da gebohrt hätte oder gedrängt hätte, nach draußen zu kommen. Ich habe das angefangen,
00:04:16: einfach lediglich um dir einen Gefallen zu tun, weil du mich gefacht hast,
00:04:20: wenn ich Lust habe und weil der Christian ja nicht mehr wollte oder konnte. Ja, bin ich da,
00:04:29: die Jungfrau zum Kind sozusagen zugekommen. Aber bei das Thema natürlich interessant,
00:04:33: dass es sich ja, also mein Herangehensweise hat sich ja ein bisschen verschoben im Laufe der Zeit.
00:04:40: Am Anfang habe ich ja noch versucht, sehr viel näher an der Psychiatrie zu bladen oder an
00:04:47: psychischen Problemen oder an Krankheitsbildern. Ich glaube auch seit erster habe ich über Joy
00:04:54: Division gemacht, wenn ich mich recht entsinne, und der Sänger hatte ja auch schwere psychische
00:05:00: Probleme, als ich dann auch umgebracht habe. Also es hat sich dann nur zum Teilweise halt ein bisschen
00:05:06: verspiegelt im Laufe der Zeit, weil ja, wenigstens eingefahren ist oder ich Lust hatte, über andere
00:05:17: Sachen was zu erzählen oder weil es besser zum Thema der entsprechenden Sendung oder
00:05:25: des entsprechenden Podcasts passt, ist ja auch ein Grund, die entsprechenden Musikteile dazu zu
00:05:35: finden. Wobei das nicht immer klappt, weil das manchmal ja sehr kurzfristig ist. Ja, das
00:05:42: hatten wir ja auch schon mal zusammen festgestellt, dass sich so ein bisschen gewandelt hatte.
00:05:46: Ich habe das ja auch schon mal erzählt, dass das ja auch ein bisschen komisch war, wenn man dann
00:05:51: gezielt irgendwie spinnerte Künstler raus sucht, dass er irgendwie auch selbst schon stigmatisieren
00:05:58: und dann haben wir festgestellt, dass es oft auch so Stimmungen sind, in denen man so unabhängig
00:06:04: voneinander irgendwie rum warbe, was aus verschiedenen Stellen gespeist wird. Ja, das war ja häufig
00:06:11: ganz interessant, dass wir beide in ähnliche Richtungen dachten, ohne dass wir uns darüber
00:06:16: abgesprochen hätten, dass dann plötzlich so ähnlich wird über Schneidungen oder Berührungen
00:06:22: stattfanden bei unseren Beschäftigungen mit der entsprechenden nächsten Folge des Podcasts.
00:06:28: Aber ich meine so dieses Thema Musik, jetzt mal unabhängig davon, speziell jetzt für so ein
00:06:35: Psychiatrie Podcast, aber Musik war und ist ja immer dein Thema. Wir können ja an der Stelle
00:06:41: ruhig noch mal sagen, wir sind sozusagen befreundet und verschwägert. Das heißt, unsere Frauen
00:06:49: sind Schwestern und entsprechend lange kennen wir uns auch. Allerdings warst du ja am Anfang auch,
00:06:58: warst ja ab der Jahr in Berlin gelebt vor vielen Jahren und da haben wir uns sicherlich nicht so
00:07:04: oft gesehen. Aber du bist jedenfalls, hast dich ja immer schon mit Musik beschäftigt,
00:07:10: ist vielleicht zu schmal geformuliert. Ja, ich habe immer viel Musik gehört. Reduzieren,
00:07:17: was doch einfach da macht. Ja, okay. Und du bist jemand, der aus meiner Kenntnis die größte
00:07:26: Schallplattenwand jenseits des Rheins hat, also immer schon gehabt hat. Ich weiß gar nicht,
00:07:33: ob du heute auch andere Formate in der Fülle sammelst oder nur Schallplatten. Ja, ich sage
00:07:39: nicht, ich sammle nicht, ich akkumuliere. Ich denke, man sammeln setzt eine Ordnung und ein System
00:07:46: voraus und ich habe in der Anhäufung meiner Tonträger kein System. Ich leg mir Musik zu, weil sie
00:07:59: mir gefällt. Also, okay, mit gewissen Einschränkungen. Manchmal kaufe ich mir auch schon mal eine Platte
00:08:06: dreimal oder auf verschiedenen Labels oder auf einen. Egal. Jedenfalls. Aber im Prinzip kaufe ich mir
00:08:13: Tonträger aller möglichen Art, weil mir die Musik gefällt. Wenn ich besser Noten lesen könnte,
00:08:21: würde ich mir vielleicht auch Noten kaufen. Von den Musikstücken oder so? Ja, ist jetzt mehr
00:08:28: Spaß. Aber ich fand das immer sehr faszinierend. In Berlin hatte ich einen Nachbarn, der setzte
00:08:36: sich im Sommer gerne ins Café und lasse eine Partitur. Da war die Partitur von, weiß ich nicht,
00:08:43: die Gottter Dämmerung. Also gerne auch Wagner. Er saß im Café und lasse eine Partitur. Ich kann
00:08:50: nicht, also ich kenne ein paar Noten. Ich kann ja auch, du ja auch. Wir können ja ein bisschen Saxophon
00:08:54: spielen, beide ein bisschen Gitarre. Und der sagte dann, wenn ich die Musik, wenn ich die Noten sehe,
00:08:59: dann höre ich die Musik so, wie ich sie hören will. Es ist interessant, nicht wie jemand,
00:09:03: der sie interpretiert. Also der, wenn ein Künstler, ich weiß nicht, bei Wagner zu bleiben,
00:09:09: Wagner auf die Bühne bringt, dann ist das ja seine Interpretation. Und wenn du dann vor der
00:09:15: Partitur sitzt, dann ist das eben deine Interpretation. Also fand ich sehr faszinierend. Fände ich auch
00:09:22: toll, wenn ich das könnte, kann ich aber leider nicht. Deswegen sage ich, also wenn ich das könnte,
00:09:26: würde ich ihn wahrscheinlich auch Noten zulegen und Noten lesen. Würdest du denn, weil ich noch mal
00:09:32: so ein bisschen so in der Vergangenheit bleiben will, ich habe jetzt zufällig letztens mit anderen
00:09:39: Leuten über Berlin gesprochen und über die unterschiedlichen Gründe, warum jemand nach
00:09:46: Berlin gezogen ist, sprach jetzt mit einer jungen Frau, die auch seit zehn Jahren in Berlin lebt,
00:09:52: ja aber aus ganz anderen Gründen da hingegangen ist, weil es eben irgendwie spannend war und so,
00:10:00: allerdings auch mittlerweile so ein bisschen ja in Verdruß ist, weil sie hat sich viel geändert,
00:10:08: ist nicht mehr so. Aber deine Beweggründe, deine Gründe nach Berlin zu gehen, wann war das und
00:10:15: welche waren das? Ich bin nicht nach Berlin gegangen. Also mein Hauptbeweggrund war, ich
00:10:21: wollte ja, ich wollte Filmschulieren, ich wollte in Berlin an die Filmschule und dann kam die
00:10:27: Notwendigkeit dazu zu desertieren. Ich bin ja als deserter nach Berlin gegangen, weil ich nicht
00:10:32: so bunt wollte. Das ging ja damals noch bei Berlin. Eine selbstständige politische Einheit war, die
00:10:38: nicht an die nicht der Wehrüberwachung unterliegt, unterlag und dann war ich durch die zweite Kriegssinnsverhandlung
00:10:47: durchgefahren und der mein Betreuer vom Verband der Kriegsinnsverweigerung sagte, also mit der
00:10:54: Zusammensetzung dieser Kommission, das waren ja Kommissionen vor denen man dann seinen Anliegen
00:10:59: verteidigen musste, bei der dritten wirst du auch durchfahren, da sind genau die und die Typen,
00:11:03: da hast du keine Chance und ich wollte damals Part 2 nicht zum Bund und das ergab sich dann,
00:11:11: das passte zeitlich ganz gut, ich hatte an der Uni meine Zwischenprüfung, das ist,
00:11:17: hätte ich sowieso gemacht, aber da hätte ich vielleicht noch ein halbes Jahr länger gebraucht,
00:11:22: aber jedenfalls kam das alles zusammen und ich wollte sowieso nach Berlin und dann musste ich
00:11:27: eben auch nach Berlin um dem Bund zu entgehen und dann habe ich das in Berlin noch zwar keinen
00:11:35: Platz in der Filmschule gekriegt und nur einen Platz als Gasthörer, aber dann hat sich dann
00:11:40: halt die berufliche Entwicklung im Bereich Film verzogen. Würdest du ein bisschen genauer sagen,
00:11:51: was du dann gemacht hast also in dem Bereich? Wie man es jetzt im Bereich fühlt? Ja, was du
00:11:56: dann gearbeitet hast, also ja, ich habe mit einem Freund zusammen eine Filmfirma gegründet und wir
00:12:06: haben versucht Filme zu machen, wir haben auch ein paar Filme gemacht, das ist Kurzfilme und der
00:12:13: längste, der war stundelang auch nicht so richtig lang und dann habe ich, also dann haben wir die
00:12:24: Firma aufgelöst, weil das einfach finanziell nicht genug abgeworfen hat und mein Partner,
00:12:32: der übrigens auch Bernt hieß oder heißt, der hat sich dann auf Filmschnitt konzentriert und
00:12:38: ich habe mich erst mal aufs Drehbuch schreiben geworfen, habe ein paar Drehbücher geschrieben,
00:12:44: auch mit anderen Kollegen zusammen und bin dann so mehr oder minder zufällig in den
00:12:51: Synchronbereich reingeraten und da bin ich dann hängen geblieben. Das heißt Filme aus Englischsprachige
00:12:59: Filme? Genau, Fremdsprachige Filme in Fransch. Lustigerweise so eine kleine Fußnote, als ich dann
00:13:06: wieder nach Köln zurückgezogen bin und ich war ja, die haben wir ja jetzt gerade gesagt,
00:13:11: wegen der Bundeswehr nach Berlin desettiert, habe ich dann hier in Köln einen Film für die Bundeswehr
00:13:17: gedreht. Über Waffengatouen oder? Nein, über Sportausbildung von Jet-Piloten. Damit die fit bleiben,
00:13:30: welchen Sport die treiben müssen. Ja, so weit kann man den Bogen schlagen vom Desettör zum
00:13:39: Mitarbeiter der Bundeswehr. Wobei ich heute die Bundeswehr auch anders, ist sicher heute auch
00:13:46: anders aufgestellt als damals, sagen wir mal die politische Bedeutung ist vielleicht eine andere
00:13:51: oder meine Einstellung hat sich geändert oder alles zusammen. Gut, das ist jetzt auch ein hochaktuelles
00:13:56: Thema, wie die Zukunft sich dieser Armeen auch in Europa überhaupt gestalten müssen. Wie heißt
00:14:10: das? Nicht wertüchtig, sondern doch wertüchtig und überhaupt tüchtig bleiben müssen oder werden
00:14:18: müssen. Ja, aber nochmal zu dem Musikteil hier, kannst du da so Veränderungen sehen, was
00:14:29: dein Musikstil oder Richtung, die du gerne erst angehen? Ja, das einzige was ich geändert
00:14:37: hatte oder nicht das einzige weiß ich nicht, aber was ich massiv geändert hatte ist, dass ich mit
00:14:41: in meiner Berliner Zeit angefangen habe, Klassik und Jazz zu hören. Vorher habe ich nur Popmusik
00:14:49: gehört und dann Rockmusik und irgendwann habe ich verstanden, klassische Musik zu hören, sage
00:14:56: ich mal so ein bisschen großbruch. Ich hatte dann nie einen Zugang zu, den habe ich dann irgendwann
00:15:00: gefunden und habe dann noch einen zeitlangen, bestimmt ein Jahr oder zwei Jahre lang oder
00:15:06: vielleicht sogar drei, kurz vor Geburt oder um die Geburt meiner Tochter, nur klassische Musik
00:15:12: gehört, ganz anders, wenn ich dann wirklich intensiv klassische Musik gehört, da habe ich viel
00:15:16: darüber gelesen und das, sage ich mal so, da hat sich mein Musikgeschmack oder mein Interesse
00:15:24: an Musik, hat sich ein bisschen geöffnet. Jazz hatte ich schon vorher einen gewissen Zugang zu
00:15:30: und das hat sich dann auch ein bisschen vertieft, aber sonst, also so geschmacklich würde ich sagen,
00:15:37: hatte ich ja nicht viel, ich höre alles, ich höre am liebsten gute Musik, sage ich mal so,
00:15:42: das ist ja einfach. Mich fasziniert ja immer, wenn ich so deine Beiträge höre, das sind ja
00:15:50: schon auch Geschichten, also sagen wir mal, wo Hintergrund und klar, man hat heute viele Quellen,
00:15:56: wo auch man sich informiert, aber ich habe jetzt nicht den Eindruck, dass das Wikipedia-Information
00:16:06: sind, sondern ich weiß ja auch, dass du auch auch was ich Magazin oder so liest, wo vieles
00:16:12: vielleicht auch dann herrührt an Wissen oder an Informationen. Ist das so, dass du dann gezielt
00:16:19: guckst, jetzt habe ich Lust das Thema zu machen und dann gucke ich... Ja, ich habe tatsächlich
00:16:25: nicht nur eine, wie du sagst, schöne große Schallplattenwand, ich habe auch ein paar Buchregale
00:16:32: voll mit Büchern über Musik, Bands, Musikstile, Richtungen, Entwicklungen, Humbstehen und
00:16:39: Kleinten, das ist natürlich auch ein nicht nicht endender Fundus, aber ich versuche halt immer
00:16:47: so ein bisschen auch sehr persönlich zu bleiben, also Sachen aus mir selbst rauszuschöpfen,
00:16:53: oder Sachen, die mich bewegt, beeindruckt oder berührt haben, damit einfließen zu lassen.
00:17:01: Manchmal muss ich mal bremsen, dass ich nicht so ausufernd werde, aber... Gut, das ist ja
00:17:08: immer ziemlich komprimiert diese Beiträge. Ich versuche es auch möglichst komprimieren zu
00:17:13: halten, ich glaube keine Musiksehnung ist ja. Nein, nein, aber ich glaube schon, dass das
00:17:20: manchmal das nicht stören würde, da nochmal auszuholen und nochmal ein bisschen was zu
00:17:26: mehr zu sagen. Gut, wir haben das ja nie so ganz genau festgelegt, wie jetzt das Verhältnis
00:17:33: zwischen Musik und dem anderen Themen da sein soll, aber ich habe ja bei meinem letzten,
00:17:39: bei meiner letzten Episode auch gemerkt, dass ich auch da so ein bisschen mehr in so autobiografische
00:17:46: Sachen gerutscht bin, das passiert natürlich relativ schnell. Gut, das war jetzt versucht
00:17:51: irgendwie so in dieses Thema Psychiatrie noch ein bisschen anzuknüpfen, an die Anfänge,
00:17:57: aber ich habe schon so den Eindruck, ob bei dir, dass du auch vieles, wie du gerade sagst,
00:18:03: aus dir heraus schöpfst oder aus dem Schöpf, was so an Erinnerung ist vielleicht auch und
00:18:09: dass das schon was, was auch so ein Beitrag prägt. Und das hast du jetzt ja nochmal bestätigt.
00:18:16: *Musik*
00:18:18: *Musik*
00:18:20: *Musik*
00:18:22: *Musik*
00:18:24: *Musik*
00:18:26: *Musik*
00:18:29: *Musik*
00:18:57: Manchmal war es aber ja auch so, dass wir jetzt auch zum Beispiel des Ausbruchs des Kriegs
00:19:05: von Russland gegen die Ukraine, dass man ja schon da auch sehr mitgenommen war, was da passiert
00:19:12: und entsprechend man auch so ein bisschen, wie sagt man, Respekt hatte, ja, kann man jetzt da einfach
00:19:19: Musik auflegen oder bei Musik reden und dann war das ja so ein bisschen angepasst dazu. Da habe ich
00:19:25: immer so weniger Rückmeldungen, aber Rückmeldungen bekommen, dass das immer sehr beeindruckt hat.
00:19:32: Ich erinnere mich nochmal, dass wir ja Marlene Dietrich gelaufen haben.
00:19:36: Und dass das viele Leute wirklich so, für viele Leute nochmal in diese ja damals noch viel
00:19:43: intensivere Kriegsstimmung so hineinpassten. Also da sind wir ja schon auch ein bisschen mit
00:19:50: unserem, mit dem was man so spricht und sagt und auch ja, ich will nicht sagen gebunden, aber ja,
00:19:57: schon noch ein bisschen hat man ja Respekt vor dem, was im Moment auch eine Stimmung in der
00:20:01: Gesellschaft ist. Aber was fällt dir leichter, so was aufzugreifen oder wenn du sagst, ich bin
00:20:07: davon im Moment völlig frei und guck so was mir in den Sinn kommt, was gibt es da was dir, was du
00:20:13: lieber machst? Das ist eins wie es andere. Also man greift Stimmungen auf oder die ich verspüre oder
00:20:24: erlebe und versuche das dann irgendwie umzusetzen und rauszulassen. Also klar, wenn jetzt so ein
00:20:34: Kriegsbeginn als Auslöser nimmt, das ist ja nichts schönes, wo man Spaß dran hätte. Aber es ist
00:20:43: trotzdem da und wenn mir da was passen, was da zu einfällt, warum eben nicht, dann ist das eben
00:20:50: gerade der Stand der Dinge und ja, wie gesagt, wenn es passt, kann man das durchaus auch machen.
00:20:58: Würdest du denn sagen oder hast du eine Vorstellung, wie man innerhalb dieses Podcast jetzt vom
00:21:07: Wachssaal in die Gemeinde und so weiter, das nochmal anders gewichten könnte? Ich habe also Musik
00:21:16: Beitrag und jetzt so Psychiatrie-Beytrag. Ich habe es ja mal, das ist eine der letzten Folgen, aber
00:21:22: auch früher schon mal, auch schon mal rumgedreht, dass man dann am Anfang den Musikteil macht.
00:21:27: Wer würdest du sagen, doppelt so viel Musik? Jetzt mal als Beispiel.
00:21:32: wäre schöner oder wäre was, was du sagst, auch für dich ganz gut?
00:21:37: Ach schöner, ja vielleicht wäre es schöner, wäre abwechslungsreicher, sagen wir mal so, man könnte sich zwischendurch,
00:21:47: weil die Musik ist ja Unterhaltung, ich sage ja auch immer, du machst das ernsthaft und ich bin die Unterhaltungsfutzsheder,
00:21:55: den Spaß dazu beiträgt oder das Unterhaltsame, das könnte ich mir vorstellen, für mich als Zuhörer wäre es vielleicht
00:22:06: schöner, wenn man sagen würde, jetzt haben wir hier 40 Stunden Text, 5 Minuten Musik, nochmal eine 40 Stunde Text,
00:22:14: nochmal 5 Minuten Musik und dann fände ich vielleicht angenehmer und leichter zum Zuhören, vielleicht.
00:22:26: Ja, ja, das stimmt.
00:22:28: Ich weiß nicht, wie die Leute in dem Podcast hören, aber wenn ich jetzt zu mir ausgehen würde,
00:22:34: könnte ich mir das vorstellen, wobei man ja noch sagen könnte, die Musik würde ich eigentlich schon spule ich weiter vor.
00:22:40: Ja, ja, ja, also ich habe manchmal habe ich ja so bei längeren Text-Bassagen oder bei Gesprächen,
00:22:48: mache ich ja immer schon mal so einen Schnitt und taue dann da so eine kurze Musiksequenz rein,
00:22:55: die aber, ja ich meine, das kann man ja ruhig auch mal so sagen, ich meine, das ist ja alles auch der Gehmer geschuldet,
00:23:02: sozusagen, dass man da nicht irgendwas einfach senden kann, sondern entsprechend, also, da haben satt 6 Minuten Gehmerzeit, Musik pro Folge
00:23:14: und die sind natürlich schnell weg.
00:23:17: Ja, das hatten wir bei dem letzten Podcast mit den Greatful Dates sehr leidgetein, da hätte ich am liebsten Stück von 26 Minuten gespielt.
00:23:25: Geht da eben nicht schon, ist doch ein bisschen lang.
00:23:28: Ja, ja, ja.
00:23:30: Oder ich war ein Akt-Wagler oder Verdi geht da eben auch nicht, aber ist halt so sinnvoll, die Verhältnisse, die Bedingungen, dann ist das halt so.
00:23:39: Wir wollen ja da ordentlich und sauber bleiben, rechtlich, insofern, man kann, ich glaube, es ist ja auch in Ordnung,
00:23:47: dass Leute für die Musik diese mal irgendwann auf den Armokal gekommen, zu jeder Zeit, wenn das Ding gespielt wird,
00:23:54: es ist ja eine kleine Frage, aber gut, das ist auf jeden Fall ein Hintergrund, warum man vielleicht diesem Gefühl noch mehr Musik
00:24:03: oder mehr Musik einheiten, vielleicht in so einer Episode unterzubringen, auch eingeschränkt ist.
00:24:10: Nun bist du ja, ob du willst oder nicht, auch immer mit diesem Psychiatrie-Themen konfrontiert.
00:24:20: Manchmal schicke ich dir ja vorher schon mal so einen Reihen von dem, was kommt, manchmal aber auch klappt das Zeit nicht, dann irgendwie nicht.
00:24:28: Aber wenn du dann mal rein hörst, kriegst du ja von diesen Psychiatrie-Themen ja auch immer was mit.
00:24:35: Ist das jetzt eine sehr offene Frage, aber ist das was, was für dich neue Erkenntnisse bringt, oder ist das ein Thema, wo der Zugang vielleicht auch schwer ist,
00:24:51: nur als in Anführungszeichen zuhörer, der jetzt nichts mit der Materie Psychiatrie direkt zu tun hat?
00:24:58: Ach nee, ich finde, neue Erkenntnisse weiß ich jetzt nicht, vielleicht ein großes Wort.
00:25:04: Da müsste ich mich vielleicht noch mehr damit beschäftigen.
00:25:07: Aber ich habe ja immer relativ viele Berührungspunkte mit psychiatrischen Themen, sage ich jetzt mal ganz vorsichtig.
00:25:18: Weil ein guter Freund von mir ist Psychiater, mein Sohn arbeitet als Psychologe.
00:25:24: Wir kennen uns seit 100 Jahren und wir haben ja auch, du oder auch deine Frau, haben ja auch viel davon erzählt,
00:25:34: als ihr noch voll berufstätig in der Szene untermüster habt, man ja auch viel mitgekriegt.
00:25:39: Darüber hinaus ist es natürlich auch vielleicht auch für meine Generation oder für unsere Generation typisch,
00:25:49: dass man sich mit Psychiatrie oder psychischen Problemen wie auch immer auseinandergesetzt hat,
00:26:01: oder mit der Entwicklung der Psychiatrie, alle, in der wir mal Freude gelesen haben,
00:26:08: und willem Reich und was weiß ich, alles in der Folge noch gekommen,
00:26:12: aber man eigentlich doch eigentlich immer mit beschäftigt war,
00:26:17: und für mich nicht in eine völlig fremde Welt, natürlich eine abgeschlossene Welt,
00:26:22: hinzukommt, dass ich, glaube ich, dir schon mal erzählt, das weißt du, ich weiß nicht, ob das dort schon mal vorgekommen ist,
00:26:28: aber ich bin ja in der Nähe vom LKH aufgewachsen und weil meine Großeltern da auch ganz früh eine Dienstwohnung hatten,
00:26:41: weil es da Dienstwohnungen für Landes- oder städtische Beamte gab, bin ich da halt auf dem Gelände des LKHs als kleines Kind.
00:26:50: Also das ist in Dürren, ne?
00:26:52: In Dürren, in Dürren, im LKH, was damals ja noch anders hieß, war das ja noch in LKH,
00:26:56: dass ich als Kind schon relativ viel rumgelaufen oder oft gewesen und war quasi auf der anderen Seite des Zauns oder auf der anderen Seite der Mauer,
00:27:05: wo andere Leute gar nicht hinkamen.
00:27:08: Und von daher ist es jetzt nicht, ist natürlich eine andere Welt, aber es ist nicht so völlig fremd wie vielleicht wie viele andere Menschen.
00:27:17: Ja, ja, ja, ja, ja, ja, das stimmt, da gab es immer schon Berührungspunkte in dem Sinne,
00:27:22: wir haben auch schon mal darüber gesprochen und in einer der letzten Folgen waren wir ja auch noch in der Klinik in Dürren,
00:27:27: da dachte ich auch noch mal daran, wenn man dann durch dieses Park ähnliche Gelände da geht, was ja heute offener ist,
00:27:33: aber damals war das ja noch viel abgeriegt da, ne?
00:27:36: Und trotzdem die Nähe, über die Nähe da von deinem Großelternhaus, hatten wir schon mal gesprochen, ne?
00:27:47: Wir haben auch schon mal so darüber gesprochen, dass so eine Kommerzialisierung manchmal auch von psychischem Leid,
00:27:54: zum Beispiel innerhalb auch der Musik oder so, stattgefunden hat, heißt man, dass man da so ein bisschen sehr hart formuliert,
00:28:03: auch gerne ein bisschen Kapital rausschlägt, wenn die Interpreten oder die Künstler selber eine kleine Macke haben,
00:28:09: oder dass das dann auch gerne mit reingewurstet wird in die Vermarkte von Musik da.
00:28:16: Ich weiß nicht, wie groß die Spachte ist, aber ich habe da sogar mal eine Sendung dabei gesehen, die da speziell darauf geachtet haben,
00:28:24: dass das ist ja viel mehr so im Umgang heute drin, aber auch so mehr reißerisch.
00:28:31: Ich weiß nicht, gut, ich bin immer in dieser Szene, mein Leben mehr als mein halbes Leben drin gewesen,
00:28:37: so habe dann nie so den Abstand, den man vielleicht brauchte, um zu sehen,
00:28:41: was hat sich jetzt in der Diskussion in der Gesellschaft über dieses Thema Psychiatrie oder so verändert.
00:28:46: Ich hatte irgendwann mal mit dem Ralph Seidel ein Gespräch gehabt, der sagte nochmal, er würde sehr bedauern,
00:28:53: dass heute in der Gesellschaft, also öffentlich, über dieses Thema verrückt sein,
00:29:01: oder was ist denn psychisch krank, also über dieses Phänomen gar nicht mehr gesprochen wird oder nicht mehr so gesprochen wird,
00:29:09: sondern dass das einfach verdrängt wurde von vielen Lifestyle-Themen oder so,
00:29:16: aber dann nicht mehr so speziell, ich will das gar nicht vertiefen,
00:29:20: aber weil du eben sagtest, unsere Generationen oder unsere Jahrgänger haben sich tatsächlich auch schon mit diesem Thema beschäftigt,
00:29:29: einfach aus eigenen Interessen, und das ist heute anders.
00:29:34: Ja, wir haben jetzt schon nochmal darüber gesprochen, wie man vielleicht so ein Podcast auch anders gewichten könnte,
00:29:42: wenn man da ein bisschen freier wäre, würdest du denn so einen Rollentausch zustimmen, wo du sagst,
00:29:51: okay, ich mache mal eine Folge über Psychiatrie, was ich an so einem Thema interessant finde,
00:29:58: und ich würde mich dann über meinen schlechten Musikstil auslassen,
00:30:06: ist so was denkbar, ohne dass wir das jetzt planen?
00:30:11: Das wäre ja Arbeit, das wäre ja noch richtig Arbeit, furchtbar.
00:30:14: Ja, weil du meinst, weil du dich dann da rein klemmelst, was ein Thema oder so.
00:30:19: Ich habe mein ganzes Leben lang versucht, zu faulen.
00:30:25: Ach so, und deswegen meinst du, wäre das dann...
00:30:28: Das wäre ein furchtbarer Arbeit, ein furchtbarer viel Arbeit.
00:30:31: Ja, gut, das ist natürlich ein Argument.
00:30:34: Ich bin der Unterhaltungsfutzig, das vergießt das nicht.
00:30:38: Na ja, aber du weißt, die reden ja auch ganz gerne darüber, was sie selber so damals gemacht haben,
00:30:45: früher gemacht haben, und ich stelle mir so was ganz interessant vor.
00:30:52: Ist das das richtige Wort in dem Fall?
00:30:54: Dann glaube ich, das, was du eben gesagt hast, verrückt.
00:30:57: Wir würden die Schwerpunkte verrücken.
00:31:00: Also du rückst an meine Stelle und ich rücke an deine Stelle, und das wäre dann verrückt.
00:31:06: Ja, dann wären wir verrückt, und dann wäre das der Anfang vom Ende dieses Podcasts,
00:31:15: weil die Hörer nicht mehr wissen, wohin sie hören sollen.
00:31:21: Aber auf der Ebene könnte es tatsächlich vielleicht ganz interessant sein.
00:31:26: Ich finde das schon gut, weil ich komme ja aus so einer Rolle nicht mehr raus.
00:31:31: Ich kann ja dieses Thema überhaupt nicht so betrachten wie jemand, der nichts damit zu tun hat,
00:31:37: oder viel weniger damit zu tun hat.
00:31:40: Also versuch zwar immer mal, mich da reinzudenken, aber das geht gar nicht.
00:31:45: Wenn du jetzt über Musik nachdenkst, du bist auch in diesem Thema schon in vier Jahrzehnte drin
00:31:53: und guckst vielleicht auch ganz anders, oder hörst du ganz anderses Musik?
00:31:57: Ja, wobei ich den Unterschiede satt, dass Musik ist für mich freizeit.
00:32:03: Ich mach das ja nicht beruflich.
00:32:05: Du redest ja aber deine berufliche Laufbahn, deine beruflichen Tätigkeit.
00:32:09: Du hast dann viel größere Nähe, als ich, die sie zu Musik haben könnte.
00:32:14: Das hat ja immer etwas, eher eine Freizeitbeschäftigung gewesen.
00:32:18: Ob man sie jetzt selber macht oder nur anhört oder darüber liest, das ist was anderes.
00:32:24: Ja, aber ich bin auf der anderen Seite gesprochen, natürlich heilfroh,
00:32:31: dass dieser Podcast so beide Inhalte oder zwei verschiedene Inhalte hat
00:32:39: und die auch sehr mächtig und eigenmächtig, sag ich mal, für sich stehen da,
00:32:44: ohne den hohen Anspruch zu haben, das muss alles super ineinander eingefädelt sein.
00:32:49: Weil das finde ich, ist jedenfalls meine Hoffnung, das hör ich auch,
00:32:55: dass noch mal viele Leute auch anders ansprechen.
00:32:59: Gerade die, was ich Fachleute sind, haben aber auch immer noch so eine andere Seite,
00:33:05: dass sie zu bestimmten Zeiten bestimmte Musik hörten oder nie einen Zugang da hatten.
00:33:10: Also dieses Thema Musik ist ja weit mehr als über Musikstücke oder Künstler reden.
00:33:18: Das ist ja viel gelebtes und viel Emotion.
00:33:22: Ich glaube, was man dann ist, ist natürlich viel mit Emotionen verbunden.
00:33:26: Gibt es noch was, was du zu dir sagen willst, was diese Rolle anbaut?
00:33:31: Ich bin jetzt, ich habe jetzt das eben mit dem Verrückt, geht mir jetzt ein bisschen durch den Kopf,
00:33:35: dann denke ich jetzt um den Rubanar.
00:33:37: Aber gibt es so einen Punkt, wo man sagt, jetzt ist mal gut,
00:33:41: jetzt ist mal genug an Themen wie Psychiatrie oder Podcast?
00:33:48: Nein, da die Welt sicher weiterentwickelt wird,
00:33:53: dass auch nie auf der Ebene ein Ende finden.
00:33:55: Da gibt es immer wieder neue Entwicklungen, denke ich, über die man reden kann,
00:34:01: wo man einen Zugang zu suchen finden kann.
00:34:05: Was interessant wäre, weil du sagst, wenn man kann es immer, immer weiter machen
00:34:10: und ich so ein bisschen bursach gesagt habe, es gibt natürlich ein natürliches Ende,
00:34:15: das immer näher rückt.
00:34:16: Man könnte natürlich den sämtlichen Podcast, die wir bis jetzt gemacht haben,
00:34:21: wenn man die in der künstlichen Intelligenz verarbeitet,
00:34:25: dann wäre die künstliche Intelligenz wahrscheinlich in der Lage,
00:34:28: wie auch immer qualitativ gearteten Podcast, Art infinitum weiterzuführen.
00:34:35: Das stimmt.
00:34:37: Ja.
00:34:39: Dann geht mir jetzt zurück, du du damit raus, die letzten 20 Podcasts schon künstliche Intelligenz waren.
00:34:45: Auch das Gespräch hier ist schon längst geklont, sozusagen.
00:34:51: Wir sitzen hier gar nicht.
00:34:53: Nein, nein, aber ...
00:34:56: Wolltest du jetzt Freitag bis Freitag verhackstücken?
00:35:01: Wollte ich jetzt machen, ja.
00:35:03: Hi Klaus und alle, die uns zuhören.
00:35:10: Der Mai ist gekommen und heute ist der Kampftag der Arbeiterklasse auch schon wieder vorbei.
00:35:16: Apropos Kampftag, den 1. Mai habe ich in einem Schrebergarten bei einem Grillfest verbracht.
00:35:22: Schrebergarten und Arbeiterklasse, das passt doch zusammen.
00:35:26: Und jetzt etwas völlig anderes, oder wie es bei Monty Python hieß,
00:35:31: now for something completely different.
00:35:33: Seit Tagen geht mir die Formulierung "Jemand hat nicht alle Tassen im Schrank durch den Kopf".
00:35:39: Eigentlich könnte das ja bedeuten, dass jemand zu Besuch zum Tee oder Kaffee erwartet wird
00:35:44: und die Tassen deshalb nicht mehr im Schrank, sondern auf dem Tisch stehen.
00:35:48: Woher der Ausdruck stammt, ist nicht sicher.
00:35:51: Vielleicht aus dem Hebräischen, in dem "täuscher" Verstand oder Vernunft heißt.
00:35:56: Und so ähnlich klingt das Wort wie die deutsche Tasse.
00:36:00: Es gibt noch einige andere Erklärungen, aber diese ist mir die sympathischste.
00:36:04: Was eine Tasse Tee mit Richard Nixon zu tun hat, erfahrt ihr später.
00:36:08: Langer Rede, kurzer Sinn.
00:36:10: Als mir die Redensart durch den Kopf ging, fiel mir fast gleichzeitig der Songtitel "Have you seen the Sources" ein.
00:36:16: Gut, da sind nun Untertassen gemeint, aber was kann ich für meine wilden Assoziationen?
00:36:21: Auf jeden Fall ist mit nicht alle Tassen im Schrank eine psychische Befindlichkeit gemeint.
00:36:27: Und der Song "Have you seen the Sources" stammt von Jefferson Airplane,
00:36:31: einer der erfolgreichsten Band der psychedelischen Rockmusik.
00:36:35: Ich hatte ja schon letztes Mal die "Great for Dead" gespielt und heute also die "Airplane".
00:36:41: Als ich zum ersten Mal die "Airplane" hörte, 1966 oder 1967,
00:36:46: tat sich für mein kleines Schüler hier jedenfalls ein völlig neuer Kosmos auf.
00:36:50: Musik, die das Bewusstsein erweitern wollte, sollte, konnte.
00:36:55: Und alles, was am psychoaktiven Substanzen folbte, sind Längsgeschichte.
00:36:59: Aber damals hat mich das total umgehauen.
00:37:02: Wie später, der frühmorgendliche Auftritt der Band Jefferson Airplane auf dem Wurzdach feste ging.
00:37:07: Hier sind die "Airplane".
00:37:10: Musik, Musik, Musik
00:37:18: Musik, Musik, Musik
00:37:31: Musik, Musik
00:37:37: Musik, Musik
00:37:45: Musik, Musik
00:37:53: Musik, Musik
00:38:00: Musik, Musik
00:38:06: Musik, Musik
00:38:12: Musik, Musik
00:38:18: Musik
00:38:24: Musik, Musik
00:38:31: Musik, Musik
00:38:38: Musik
00:38:44: Musik
00:38:47: In dem Song aus dem Jahre 1972 geht es um den Schutz unserer Erde vor der Zerstörungsgewalt des Menschen
00:38:53: und was daraus für uns folgt.
00:38:55: Damit schlagen wir uns heute immer noch rum.
00:38:58: Kurz danach lösten die "Airplane" sich auf.
00:39:01: Gitarist Jorma Kaukonen und Jack Cassidy machten als Hot-Tuner weiter,
00:39:05: die auch heute noch auftreten und Musik veröffentlichen.
00:39:09: Gitarist Paul Kandner und Sängerin Grace Slick gründeten Jefferson Starship,
00:39:13: nannten die Band dann "Kurz Starship"
00:39:16: und kamen später nochmals als Jefferson Airplane mit Marty Baylin, Jack Cassidy
00:39:21: und Katerin Kaukonen zusammen.
00:39:23: Paul Kandner ist vor ein paar Jahren gestorben,
00:39:25: ebenso Marty Baylin und die erste Sängerin der Band, Signer Andersen.
00:39:29: Grace Slick ist heute als Malerin aktiv und sieht sehr kritisch
00:39:33: auf ihre Zeit mit den verschiedenen Starship-Besetzungen zurück.
00:39:37: Auf YouTube gibt es ein sehr interessantes Interview mit Grace Slick.
00:39:41: Dabei erzählt sie, warum sie damals gerne einmal mit Richard Nixon
00:39:45: eine Tasse Tee getrunken hätte, wozu es leider nie kam.
00:39:48: Mehr will ich jetzt nicht verraten.
00:39:50: Die Einzelheiten gibt es in mehreren Interviews mit Grace Slick und Paul Kandner
00:39:54: auf YouTube unter den einschlägigen Printveröffentlichungen,
00:39:57: Biografien, Interviews und dergleichen mehr.
00:40:00: Es ist alles im Internet zu finden.
00:40:02: Zum Abschied gibt es dann noch einen psychedelischen Hit von den Airplanes,
00:40:06: den kennt jeder, der ist aber immer wieder gut.
00:40:09: Und nicht vergessen, "Feed your head".
00:40:12: [Musik]
00:40:37: [Musik]
00:41:03: [Musik]
00:41:13: [Musik]
00:41:23: [Musik]
00:41:33: [Musik]
00:41:43: [Musik]
00:41:53: [Musik]
00:42:03: [Musik]
00:42:13: [Musik]
00:42:23: [Musik]
00:42:33: [Musik]
00:42:35: So tolle Musik finde ich.
00:42:38: Da kann man noch viele Stücke von denen hören,
00:42:41: die alle irgendwie super sind.
00:42:43: Naja, ich hoffe es hat Euch gefallen.
00:42:46: Wir hören uns wieder am 14. Juni erst,
00:42:50: aber es gibt eine kleine Finks Pause zwischendurch.
00:42:53: Und ich wünsche Euch bis dahin alles Gute
00:42:57: und eine schöne Zeit.
00:42:59: Und hoffentlich bald wieder Frühling.
00:43:02: Adieu.