Liebe Leute, am kommenden Freitag, 6.2.2026 um 20:00 erscheint eine neue Podcastepisode mit dem Teil 2 meines Gesprächs mit Lothar Gothe und Rainer Kukla. Ich habe auch ein neues Cover Bild eingeführt:ein Werk der Künstlerin, Elke Jonen, Künstlerkürzel „ejo“, die in Köln lebt. Der Titel lautet: „Einblick“ / Erstellungsjahr 2017 / Acryl auf Leinwand, Originalgröße 40 x 60 cm. Es zeigt den Ausschnitt eines Portraits. Im Fokus der Blick, der sucht, leidet und voller Kraft und Willen fordert. Die Augen, ein Zugang zum Innersten, beseelter Wesen. Ein Ausdruck mehrschichtiger Empfindungen.
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Podcasts vom Wachstall in die
00:00:14: Gemeinde 45 Jahre Deutsch-Psychiatrie nach und. Das ist jetzt hier die erste Episode nach einer
00:00:20: kleinen Osterpause und wenn ich so etwas aus dem üblichen Rhythmus der Podcastproduktion rauskomme,
00:00:28: bin ich einerseits damit beschäftigt Themen vorzubereiten, Gesprächspartnerinnen und
00:00:35: Partner anzusprechen, zu lesen, mich überhaupt umzuhören, wieso die Stimmung um mich herum ist.
00:00:42: Das dient so etwas dazu, mich auf wesentliche Erinnerungen meiner Psychiatrie Tätigkeit zu
00:00:49: konzentrieren und vor allem welcher Themen mir für diesen Podcast wichtig sind. In den letzten
00:00:56: Wochen gab es einige sehr positive Reaktionen auf mein Gespräch mit Susanne Heim in den beiden
00:01:03: letzten Episoden dieses Podcast. Susanne Heim, die Vertreterin, eine wichtige Vertreterin und
00:01:10: Mitbegründerin der Angehörigenbewegung. Ja, positive Reaktionen auf mein Gespräch mit ihr. Viele
00:01:17: von ihrer Erzählungen und Erfahrungen sehr eindrucksvoll und kraftvoll. Das hat mich erneut
00:01:23: bestätigt, wie wichtig es ist Gesprächspartnerinnen und Partnerinnen diesen Podcast einzuladen.
00:01:29: Das werde ich natürlich auch weiterhin tun und ist auch schon einiges in Planung. Eine andere
00:01:35: erfreuliche, sehr erfreuliche Begebenheit war die Anfrage von Thomas Müller, Redaktionsleitung
00:01:41: und Koordination der Zeitschrift "Soziale Psychiatrie", der Deutschen Gesellschaft für
00:01:46: Soziale Psychiatrie. Seine Anfrage mit mir ein Gespräch für das aktuelle Heft 22/24 über
00:01:56: mein Podcast zu führen. Das Gespräch ist dort nachzulesen, aber auch als Link in den Shownotes
00:02:05: zu finden. Es ist natürlich schön zu merken, dass dieser Podcast auch auf Interesse stößt
00:02:11: und wahrgenommen wird. In Kürze werde ich übrigens Bernd Nickbur, der für die Hintergrundgeschichten
00:02:19: und die Musik in diesem Podcast sorgt, ein paar Fragen zu seinen Beweggründen diesen Podcast
00:02:26: mitzugestalten stellen. Dazu aber dann später. Vielleicht, angeregt durch die aktuelle Legalisierung
00:02:36: von Cannabis in unserem Land, gehe ich heute ein ganz weitestück zurück, noch vor meine Tätigkeit
00:02:45: in der Psychiatrie. Wie verschlägt es ein denn wirklich in ein solches Gebiet, was ja in den
00:02:53: 1970er Jahren noch extremes Feindesland war? Weder ich noch mein damaliges Netzwerk konnte sich auch
00:03:03: nur ein wenig vorstellen, was das denn bedeutet in einem Ehrenhaus zu sein, ob nun auf der einen
00:03:10: oder auf der anderen Seite, egal. An anderer Stelle habe ich schon mal erzählt, wie sehr ich unter Druck
00:03:17: war, im zarten Alter von 19 Jahren endlich einen Ausbildungsstopp zu finden. Ja, meine Mutter zu
00:03:25: bohreigen klar und auch für mich eine Aufgabe zu finden. Meine Familie war so aufgestellt, entweder
00:03:33: werde ich Handwerker, Arbeiter, die Tradition der Männer in meiner Familie fortsetzend oder ich habe
00:03:41: ein Orientierungsproblem und niemand kann mir wirklich helfen, was anderes zu finden. Meine
00:03:49: Mutter hat das gespürt, glaube ich, und hat versucht mir dabei zu helfen, etwas zu finden, was
00:03:55: mich berührt. Und ihre Quelle war so, glaube ich, das zu begreifen, was ich suche, in welchem Konflikt
00:04:06: ich stecke, dass das noch in viel früheren Erfahrungen lag, die ich machte und meine Mutter
00:04:14: mit mir machte. Es waren meine ersten Erfahrungen mit Cannabis und auch anderen Substanzen ins ganz
00:04:20: frühen Jahr in den 1970ern. Ihr merkt, ich rede heute etwas autobiografisch über meine Beweggründe,
00:04:31: die mich in die Psychiatrie geführt haben, wenn das auch immer sehr, sehr subjektive Erzählungen
00:04:39: und Betrachtungen sind. Aber ich werde es mal versuchen, ein wenig zu beschreiben. Meine Eltern,
00:04:49: aber tragend meine Mutter, betrieben für ein paar Jahre ein kleines Ecklokal in meinem Heimatort.
00:04:56: Eine Kleinstadt, die voll von Industrie gestopft war und entsprechend das Leben und die Luft dort
00:05:04: geprägt, könnte auch sagen verseucht war. Blei, Kupfer, Glas und eine Pharmaproduktion, die
00:05:14: besonders dadurch, Herr Vorstach, mit dem furchtbaren Produkt "Kontagan" und deren krassen Folgen
00:05:23: ins noch heute ein Begriff sind, aufzuwachten. Die doch die Jugendzähne hatte nicht viele
00:05:30: liebliche äußere Anregungen und zudem befanden wir uns in einer Lebensphase voller zweifelnd Zorn,
00:05:37: wie überall in Europa und anderswo in der Welt. Was war zu tun? Ich war zu jung, um der 1968er
00:05:46: Generation anzugehören und vermeintlich zu wissen, wo es lang geht. Wir waren nicht geboren,
00:05:55: um zu studieren und uns die Welt zu angeln. Ich würde heute sagen, es herrschte eine gewisse
00:06:01: Perspektivlosigkeit, ohne genau zu wissen, woher die eigentlich kamen. Wir waren nicht
00:06:08: destruktiv, eher romantisch naiv, mit Vorstellungen wie unsere Gesellschaft, unser zukünftiges
00:06:15: Leben aussehen soll. Flüchteten uns in Musik, die damals ganz viel Hoffnung dahingehend verbreitete,
00:06:23: die Welt wird ein besser Platz, eine große Kommune. Aber um sich so aus der Realität
00:06:30: wegbiemen zu können, brauchten wir schon etwas Stoff. Um sich nun die nächste Szene,
00:06:38: von der ich erzählen werde, sich besser vorstellen zu können, will ich kurz beschreiben,
00:06:43: in welcher Straße ich wohnte. Unsere Paterewohnung befand sich in einem Haus, was Ende der 1950er
00:06:52: Jahre saniert wurde, als Sozialwohnung hergerichtet und kinderreichen Familien zugewiesen wurde.
00:06:58: Für meine Eltern und uns Kinder endlich eine Verbesserung ihrer Wohn- und Lebensverhältnisse.
00:07:05: Für mich gab es zunächst keine anderen Referenzmodelle, keine anderen Vorstellungen,
00:07:10: wie man sonst vielleicht wohnen oder leben kann. Aber im Alter von 13 bis 17 Jahren,
00:07:15: die ich ja hier gerade so beschreibe, lernte ich eine Menge anderer Kids kennen, die völlig
00:07:21: anders aufwuchsen, zumindest anders wohnten, gewaltig anders. Häuser, inhäusern, große
00:07:29: Häuser, in großen Häuser, mehr Platz, viel mehr Platz, ein eigenes Zimmer hatten, wow.
00:07:38: Letzend sprach ich mit Freunden darüber, mit wem sie als Kinder ihre Zimmer teilen mussten.
00:07:43: Es war bei vielen in der Zeit damals nicht daran zu denken, alleine ein Zimmer zu bewohnen.
00:07:51: * Musik *
00:07:54: * Musik *
00:07:57: * Musik *
00:08:24: * Musik *
00:08:51: * Musik *
00:09:20: * Musik *
00:09:46: * Musik *
00:10:15: * Musik *
00:10:41: Zurück in meine Straße.
00:10:43: Ich wohnte in der Unterstadt, kurz vor Ausgang an einer Straße,
00:10:48: die in den 1960er Jahren aufwendig erneuert wurde.
00:10:53: Mit viel frischem Teer, den ich heute noch gerne rieche,
00:10:57: wenn er mir irgendwo begegnet.
00:10:59: Wir nutzten damals die frisch getärte, getrocknete Straße,
00:11:03: bevor sie wieder für den Autoverkehr freigegeben wurde,
00:11:07: als 50 Meter Laufstrecke und stoppten die Zeit.
00:11:12: Diese Straße führte wie gesagt statt auswärts
00:11:16: und die Autofahrer bereiteten sich an dieser Stelle so langsam,
00:11:21: also genau an der Stelle, wo ich wohnte,
00:11:24: bereiteten sie sich so langsam auf eine Beschleunigung ihres Tempus vor,
00:11:29: weil es so langsam statt auswärts ging.
00:11:32: Das war faszinierend und gefährlich.
00:11:35: Einige Freunde von damals gingen in der Nacht
00:11:39: auch diesen Weg in die nächste Stadt zu Fuß nach Hause
00:11:43: und klopften gerne an mein Fenster,
00:11:46: was direkt in Parterre zu dieser Straße lag,
00:11:50: um noch ein kleines Schwätzchen zu halten, bevor sie weitergingen.
00:11:55: Die beiden, an die ich denke, waren Geschwister.
00:11:59: und kamen ursprünglich aus Wales und hatten einen herrlichen Akzent und es berührte mich jedes Mal,
00:12:06: wie eng sie miteinander verbunden waren und ihren Heimweg gemeinsam fortsetzten. Seltsam,
00:12:13: welche Erinnerungen sich so festsetzten. Nun, eines Tages kam auf dem Bürgersteig dieser Straße
00:12:19: jemand langgegangen, statt einwärts. Es war eine eher kleine Gestalt, lange Haare, wie wir alle zu
00:12:28: der Zeit mit einem überlangen schweren Lederwandtel bekleidet. Obwohl es ziemlich heiß war an
00:12:34: diesem Tag, man würde sagen heute cool. Er stammte aus einer Zigeuler Familie,
00:12:40: Cynthia oder Roma, weiß ich nicht. Es war eine Geigenbauerfamilie, die dabei war, sich in unserem
00:12:47: auch niederzulassen. Und ein Sohn dieser Familie war Josef. Für uns bald Joe. Er sollte unsere Szene
00:12:57: später noch schwer aufmischen. Er schleppte die verbotenen Substanzen ein, mit denen wir dann
00:13:04: schnell eine ganze Zeit herum experimentierten und allerlei Roll von den Bürgerinnen dieser
00:13:11: kleinen Stadt auf uns zogen. Wir waren diejenigen, von denen die Eltern der Stadt ihre Kinder
00:13:19: fernzuhalten versuchten. Was aber bei ganz vielen keine Chance hatte. In der Stadt war nichts los,
00:13:26: Ende der 1960er Anfang der 1970er Jahre. Und wir waren eine gewisse Attraktion in Anführungszeichen
00:13:35: mit unseren langen Haaren, grünen Parkern, engen Jeans und schweren Boots. Wir hörten ganz andere
00:13:44: Musik, trafen uns in Parks immer in großen Gruppen und waren gut dafür, dass die Leute das Maul
00:13:51: über uns zerrissen. Und wir hatten Träume, alle in einem Haus zu wohnen und aus dem Leben eine
00:13:59: dauerhafte Party zu machen. Ich will hier nicht im Rückblick versinken und überrasche wohl niemanden,
00:14:06: wenn ich sage, vieles kam ganz anders. Wir lernten schnell die dunklen Seiten des Umgangs mit den
00:14:13: verbotenen Substanzen kennen, Horror-Trips bei den Freundinnen, sich zu Paranoiden, Hilflosen
00:14:20: und voller Angst steckenden Kreaturen entwickelten und es auch Joe nicht gelang mit allen damals
00:14:28: verfügbaren Gegenmitteln, die Gemüter zu beruhigen. Wir waren alle gezwungen, schulig irgendwie zu
00:14:36: bestehen und es entwickelte sich eine kleine Gruppe dahin, sich den politischen Verhältnissen
00:14:42: dieser Zeit zu stellen. Da gab es genug Themen, ob das in der Schule war oder eben außerhalb,
00:14:49: jedenfalls war da genug anderer Stoff, mit dem man sich beschäftigen konnte. Irgendwie bin ich so
00:14:57: aus diesem Sumpf von Drogen, das sage ich nicht gerne, die Anfang der 19- und 19-Zibserjahre auch
00:15:04: immer härter und unberechenbarer wurden, aber auch, weil ich gesundheitlich zu dieser Zeit
00:15:09: einiges in Ordnung bringen musste, entkommen. Ich hatte erste Erfahrungen gemacht, bis ich Menschen,
00:15:15: meine Freunde, sich psychisch so sehr verändern konnten, dass sie die Kontrolle über ihr Leben
00:15:21: verloren. Meine anschließende politische Aktivitätsschärfte aber auch die Sicht auf soziale
00:15:27: Ungerechtigkeiten und ich sammelte Erfahrungen mit Strategien, dem entgegenzuwerken. Meine
00:15:35: familiäre Erfahrungen, die auch viele Erzählungen meiner Eltern aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs
00:15:42: prägten, deren ausgeliefert seien den brutalen Machenschaften des Nazi-Regimes gegenüber,
00:15:49: den Bedingungen des Krieges und der Flucht. Aber auch die ungebrochene Idealisierung der
00:15:57: Kameradschaften der Kriegsmarine, von der mein Vater unentwegt erzählte und dessen Geschichten
00:16:04: aus seiner Gefangenschaft in Norwegen kann ich heute noch wiedergeben. Ich glaube, das
00:16:12: alles hat mich so in ein Feld wie die Psychiatrie gebracht. Das sind sicherlich unterbewusste
00:16:19: Beweggründe, aber sie haben eine große Wirkung auf mich gehabt, da bin ich sicher. Sicher
00:16:25: ist nicht alles schlüssig, was ich heute hier erzähle, das bringen so autobiografische
00:16:31: Erzählungen leicht mit sich. Vielleicht ist es aber interessant. Macht's gut, bis in
00:16:38: 14 Tagen, bis dahin. Tschüss.
00:16:41: Hi Klaus und alle, die uns zuhören. Ostern ist Passé. Es wollte Frühling werden. Im
00:16:50: Moment zögert die Jahreszeit noch ein wenig, damit in die Gänge zu kommen, aber erfahrungsgemäß
00:16:55: wird das schon. Cannabis ist teillegalisiert worden, eigenartiges Wort, wenn man darüber
00:17:01: nachdenkt, teillegalisiert. Welcher Teil oder welche Teile, das lässt viel Interpretationsspielraum.
00:17:08: Einen Teil jedenfalls ist der Einsatz zu medizinischen Zwecken und die anderen Teile werden sich wohl
00:17:14: im Laufe der Zeit finden bzw. einstellen. Wie auch immer, es geht um psychoaktive Substanzen
00:17:20: und die Sergshare, die er thylamit, wird in der Medizin wieder eingesetzt, vor allem
00:17:24: in der Psychiatrie und Hirnforschung. Einige von uns haben ja sicher auch Erfahrungen
00:17:29: gemacht, wenn auch vielleicht nicht unbedingt im Rahmen kontrollierter wissenschaftlicher
00:17:34: Erwartungen. Wobei ein Konzertbesuch ja auch durchaus einen gewissen Forschungscharakter
00:17:39: haben kann. Solche Gedanken kommen mir, wenn ich in Düsseldorf an der Tonhalle vorbeikomme.
00:17:46: Früher hieß die Location Rheinhalle, war etwas abgerockter als heute, aber es gab auch damals
00:17:52: schon tolle Konzerte da. Eines der besten, die ich in meinem Leben gesehen habe, war das
00:17:57: der Great for Date eben dort im Jahr 1972. Die Great for Date waren damals zum ersten
00:18:03: Mal auf Europatur und brachten den hippys hier den psychedelischen Sound von der US-West
00:18:08: Küste aus San Francisco. Für den einen oder anderen sicherlich ein bewusstseinserweitendes
00:18:14: Erlebnis. Die Date lebten den gesellschaftlichen Traum, den damals viele träumten, vielleicht
00:18:20: eher der Traum der Subkultur. Selbstbestimmt und gemeinsam leben, arbeiten und der Welt
00:18:27: die mögliche Veränderungen vorleben und auch gemeinsam feiern. We can share the women,
00:18:33: we can share the wine, heißt es im Song Jack Straw, der Great for Date. Musikalisch hatten
00:18:38: die Date damals schon einen langen Weg zurückgelegt und befanden sich auf dem künstlerischen
00:18:42: Höhepunkt. Jerry Garcia, Bob Weir, Phil Lash, Mickey Hart, Ron, Pigpan, McCornyn, Keith
00:18:49: und Dona Gottschow und circa weitere 40 Friends and Families waren die Truppe, die damals Europa
00:18:54: bereiste. Für eine Rockgruppe auf Tournee, für damalige Zeiten eine riesige Truppe. Die
00:19:01: Mitglieder der Band hatten einen unterschiedlichen musikalischen Hintergrund. Jerry Garcia kam
00:19:05: aus der vorgut Bluegrass Szene, Pigpan war traditioneller Blues und Rhythmian Blues Musiker,
00:19:11: Bob Weir kam von der Jugband und Folk Szene Musik, Phil Lash hatte neue und elektronische
00:19:17: Musik studiert und nennt unter anderem Johann Sebastian Bach als wichtigen Einfluss. Mickey
00:19:22: Hart's Vater und seine Mutter waren beide Drama und Perkussionisten gewesen und Mickey fing
00:19:27: schon als Kind an zu trommeln. Während seiner Zeit in der US Army unter anderem in Deutschland
00:19:32: stationiert, spielte er in der Army Big Band. Die Gottschows kamen aus dem Jazz. Aus all diesen
00:19:38: unterschiedlichen Einflüssen schufen die Great for Date ihren eigenen Stil, der vor allem auf
00:19:42: langen improvisierten Instrumentalpassagen aufbaute, bei denen sicher auch psychoaktive
00:19:47: Substanzen einen gewissen Einfluss hatten. Sicherlich nicht ohne Grund lautet Jerry Garcia's
00:19:52: Spitzname Captain Trips. Der Slogan "There's Nothing Like A Great For Date" Konzert beschreibt
00:19:59: nicht nur die Musik, sondern auch die Stimmung bzw. das Publikum der Konzerte. Die Date haben
00:20:05: immer wieder betont, ohne die Energie, die sie von ihren Fans und Zuschauern aufnehmen während
00:20:10: seines Konzertes, würde ihre Musik nicht funktionieren bzw. vielleicht gar nicht existieren.
00:20:15: Nachdem sie in den ersten Jahren ihres bestehendst in den einschlägigen Clubs an der Westgüste
00:20:20: der USA gespielt hatten, wurden in den 70er und 80er Jahren die Locations immer größer. Die Date
00:20:26: füllten riesen Arenen und wurden zeitwahlig zu der Band, die meisten Zuschauer bei ihren
00:20:31: Live-Konzerten anzog. Wunderbar dokumentiert in der Serie "The Long Strange Strip of Amazon Prime".
00:20:38: Hier kann man den Weg verfolgen, den die Band beschritten hat von ihren ersten Free-Konzerten
00:20:43: in den Parks von San Francisco bis in die ausverkauften Arena dieser Welt und an den Fuß der Pyramiden.
00:20:49: Es gibt wohl kaum eine Band deren Konzerte so umfassend auf Tonträgern veröffentlicht wurden
00:20:54: und es kommen immer noch neue hinzu. Im Internet findet man tausende Konzertmitschnitte und die
00:21:00: Date erlaubten schon sehr früh ja im Mund hatten ihre Fans sogar die sogenannten "Datehates" Konzerte
00:21:06: mitzuschneiden. Musik gibt es heute auch. Nach all den Gequatsche hören wir "Dark Star" von
00:21:11: den "Grateful Dead". Bis zum nächsten Mal und wie wir "Datehates" gerne sagen "Keep on truckin'".
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