Hotel für verlorene Seelen
Shownotes
In dieser Episode spreche ich mit Ulla Schmalz über die Entstehung und Entwicklung des Hotel Plus – ein innovatives Wohnprojekt für psychisch erkrankte wohnungslose Menschen in Köln. Wir tauchen ein in die Herausforderungen, Pionierarbeit und politischen Hintergründe, die dieses Konzept möglich gemacht haben, und diskutieren, warum solche Angebote heute aktueller denn je sind.
Gemeinsam reflektieren wir die Bedeutung von niederschwelligen Hilfen, die Rolle von Politik und Nachbarschaft sowie die dringend nötige Vernetzung von Psychiatrie, Sucht- und Wohnungslosenhilfe. Ich teile meine Eindrücke aus der Praxis und zeige, warum Improvisation, Engagement und neue Wege in der Sozialpsychiatrie so entscheidend sind. Ein inspirierender Einblick für alle, die wissen möchten, wie Wandel wirklich gelingt.
Alkoholabhängigkeit erkennen und behandeln
https://www.psychiatrie-verlag.de/product/alkoholabhaengigkeit-erkennen-und-behandeln/
Das Maß ist voll
Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)
Housing First
https://www.bagw.de/de/themen/housing-first/
Sozialpsychiatrische Informationen
Rette mich wer kann
Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW
Trialog
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00:00:00: Also eigentlich war Hotel Plus Ultima Ratio.
00:00:04: Das ist alles versucht worden, nix hat funktioniert.
00:00:09: jetzt versuchen wir noch mal Hotel.
00:00:11: Wir hatten den Druck oh Gott Ultima ratio.
00:00:14: danach gibt es nichts mehr.
00:00:15: wenn wir versagen dann ist alles
00:00:17: vorbei.
00:00:29: Hallo und guten Abend liebe Hörerinnen und Hörern.
00:00:32: das ist eine weitere Ausgabe unseres Podcast vom Wachstall in die Gemeinde, fünfzig Jahre Deutschschutz, sicher Trina und es wird die letzte Folge vor einer längeren Sommerpause werden.
00:00:45: In der Sommerpause werde ich allerdings ein oder zwei Spezialausgaben veröffentlichen.
00:00:53: eine ist auf jeden Fall schon ganz sicher und Ich kann schon sagen andeuten worum es dieser Episode gehen wird.
00:01:03: Es wird um Pilze gehen.
00:01:07: Ja, Pilze kann man nicht nur essen oder rauchen oder sonst was damit machen sondern mit Pilzen kann man auch kreativ arbeiten Papier herstellen und verschiedene Farben herstellen usw.
00:01:24: Ich will er gar nicht so weit vorgreifen aber ich werde mit einer schonmal hier im Podcast zu Gast gewesenen Kollegen ausführlich darüber reden.
00:01:36: Das wird bestimmt Spaß machen!
00:01:37: Ebenfalls werde ich in der Sommerpause weitere Gespräche
00:01:43: führen.
00:01:45: Da sind auch schon mehrere Termine festgelegt.
00:01:48: Es wird einmal ein Gespräch mit einem ganz großen Sozialpsychiatrie stattfinden und Ich werde auch mit dem Landesverband der Psychiatrie erfahren, mit Leuten da aus dem Vorstand sprechen.
00:02:01: Auch das ist schon so eingetütet grundsätzlich.
00:02:05: Das sind zu den Dingen, die ich da vorbehalten werde.
00:02:09: Vielleicht gibt es noch ein zweites Spezial im Sommer?
00:02:13: Da bin ich aber noch am überlegen wie auch.
00:02:16: das ist ein bisschen abweichend von dem üblichen Thema Psychiatrie Aber hängt doch sehr eng damit zusammen.
00:02:25: So jetzt Für die heutige Ausgabe.
00:02:28: kommt hier zum zweiten Teil meines Gesprächs mit Ula Schmalz.
00:02:35: Mit Ula-Schmalz habe ich ja schon in der letzten Episode länger gesprochen, aber eigentlich ist sie gar nicht so richtig vorgestellt.
00:02:42: Das würde ich jetzt ganz kurz nochmal nachholen.
00:02:46: Ula schmalz ist Krankenschwester für Psychiatrie.
00:02:50: Sie ist Gestalttherapeutin und arbeitet seit über vierzig Jahren in den verschiedensten Bereichen der psychiatrie.
00:02:57: Sie hat bereits in den Buch über die Begleitung einer psychose erkrankten Frau geschrieben, mit dem Titel Rettemilch wer kann.
00:03:08: Im Psychiatrieverlag erschienen.
00:03:11: sie ist auch Mitautorin eines Fachbos über Alkoholismus mit dem Tietel Alkohlabhängigkeit erkennen und behandeln ebenfalls im Psychiatriefallag erschienen und da werden wir heute sehr ausführlich darüber reden.
00:03:25: hat sie seit ... oder hat sie ... angefangen beim Deutschen Roten Kreuz in Köln, die Abteilung um Psychiatrie zu übernehmen und in der Zeit drei Hotels für psychisch kranke wohnungslose Menschen eingerichtet.
00:03:43: Dieses Hotelkonzept für Kölnen heißt Hotel Plus.
00:03:47: Darüber werden wir ausführlich reden, es gibt davon mittlerweile in vielen Großstädten Nachahmer.
00:03:54: Sie hat dann noch im Mai ein Ratgeber für Angehörige von Alkoholkranken geschrieben mit dem Titel Das Maß ist voll.
00:04:03: Dieses Buch ist beim Medienverlag erschienen
00:04:07: und
00:04:08: sie ist und war und ist seit drei Jahren Mitglied der Redaktion der sozial-psychiatrischen Informationen Und jetzt im Ruhestand bietet sie seit einigen Jahren Seminare an zu den Themen Verwahrlosung, so kann man doch nicht leben und Wohnungslosigkeit und seelische Erkrankungen.
00:04:30: Mitgefangen mitgehangen zum Leid der Angehörigen von Suchtkranken.
00:04:35: Ja das ist so ein grober Umriss von dem was Ula Schmalz meiner heutige Gesprächspartner in ihrem Leben den so alles auf die Beine gestellt hat.
00:04:50: Sollte die im Hintergrund ein leises Rauschen hören, ja so ist das in derzeitigen Temperaturen heute am sechsenzwanzigsten Juni-Zweißensechsundzwanziger geschuldet.
00:05:02: da läuft nämlich einen Ventilator ohne den es hier gar nicht so einfach wäre diese Episode zu Ende zu produzieren.
00:05:13: So, dann bleibt mir also jetzt nur noch der Hinweis darauf dass am Ende dieser Episode die Sommerhits von Bernd Nickboer zu hören sind mit seinen Kommentaren dazu.
00:05:27: Da könnte euch auf einige tolle Hits zumindest einige Ausschnitte einiger toller Hits freuen!
00:05:34: Die nächste reguläre Podcast Episode vom Wachstall in die Gemeinde, Fünftigjahr, Deutsche Psychiatrie wird demnach am achtzehnten September diesen Jahres wieder erfolgen.
00:05:48: dazwischen wie gesagt ein bis zwei Spezial.
00:05:54: Ich wünsche eine gute Zeit im Sommer dass die Hitze jetzt so langsam etwas nachlässt und das es euch gut geht ihr auch Erholung finden werdet.
00:06:06: So.
00:06:07: Jetzt aber Zum zweiten Teil des Gesprächs mit
00:06:11: Ulla
00:06:12: Schmalz.
00:06:13: Viel Vergnügen, so long bis dahin.
00:06:17: Tschüss!
00:06:18: Das ist sozusagen auch der Weg gewesen zurück nach Köln.
00:06:24: also ich habe mich ja etwas gelangweilt und es hat mir auch keinen Spaß mehr gemacht in der Klinik.
00:06:29: aber was soll sie machen?
00:06:30: muss ihr Geld verdienen?
00:06:31: allein erzählen zwei Kinder Geld verliehen okay?
00:06:34: Und dann hat die Ote mich irgendwann angerufen und gesagt hör mal ulla Du hast ja kein Lust mehr da in der Klinik, wir hatten uns mal getroffen und sagten, das hängt mir aus dem Hals heraus.
00:06:42: Ich kann von so nichts mehr
00:06:43: hören.".
00:06:44: Ja?
00:06:46: Aber da gibt es in Köln, da wollen die irgendwie so ein Projekt machen irgendwas mit einem Hotel.
00:06:50: keine Ahnung weiß ich auch nicht genau.
00:06:51: aber du kannst hier den Dr.
00:06:53: Berger über einen Gesundheitsamt, die wollen einmal ein Gespräch führen vielleicht kannst du da mal, ich vermittel dir mal den Kontakt.
00:06:59: Dann bin ich hier zum Gesundheitsamt und dann sagt er die Verteise und ich dachte, ich sehe nichts richtig.
00:07:04: Die hat sich gefreut, ich habe mich auch gefreundet!
00:07:10: Dann haben wir uns unterhalten und gesagt, ich könnte mir das gut vorstellen.
00:07:13: Da ist er ein bisschen geplant.
00:07:14: Man weiß noch nicht so genau wie und so.
00:07:16: Und Anschwendi und der Sozialamt wollen Geld zu geben.
00:07:18: Das geht ja um die vergessenen Verlorenen, nicht unterzubringenden Menschen.
00:07:24: Aber der Anschwenende hatte natürlich schon eigene Ideen, wen er da unterbringen wollte.
00:07:29: Kann sicher sein, das war keine Düsseldorferin!
00:07:33: Da sind wir da bei dem kölschen Klügel.
00:07:35: Das war ja eigentlich alles schon trockene Tücher, wie das auszusehen hat.
00:07:40: Auch
00:07:40: wer das machen
00:07:41: soll?
00:07:41: Ja klar!
00:07:42: Es sollte kein psychiatrischen Stallgeruch haben.
00:07:45: Das ist wichtig.
00:07:46: deswegen Trägerrotes Kreuz und das Rote Kreuz hatte mit Psychiatrie gar nichts.
00:07:51: Dann habe ich dann eine Bewerbung hingeschrieben aber ich hatte nie die Stellenanzeige gelesen.
00:07:55: Gott sei Dank wenn ich diese gelesen hätte hätte mich nie beworben darauf weil davon konnte ich gar nix von dem, was die erwartet haben in dieser Stellenanzeige.
00:08:05: Da werde ich nicht auf die Idee kommen, mich dazu
00:08:07: bewerben.".
00:08:08: Aber so bin ich da ganz daiv hingegangen und hab gedacht auch, das hört sich ja interessant an.
00:08:14: Dann habe ich da angerufen weil ich habe nichts mehr gehört vom Rohnkreuz, dann habe ich der
00:08:17: angerufen
00:08:18: und gesagt, was ist denn jetzt eigentlich?
00:08:19: Ich müsste ja mal kühlen gehen und sagen, oh!
00:08:22: Habe ich es ganz vergessen Ihnen zu sagen.
00:08:23: Ja klar, ja klar sind eingestellt.
00:08:28: Und das war sozusagen, das muss man vielleicht nochmal unterstreichen.
00:08:32: Das war sozusagen die Geburtsstunde des Hotel
00:08:36: Plus und
00:08:37: das ist ja ein Konzept was du dann mit anderen wahrscheinlich aber entwickelt hast.
00:08:43: Genau also das war einfach so.
00:08:45: dieses...das Einzige der Ahnt hat dann gesagt machen wir kein Wohnheim
00:08:50: draus.
00:08:53: Wieso soll ich ein Wohnang brauchts machen?
00:08:56: Das fand ich auch das Spannende an der Sache.
00:08:58: Deswegen sagte er, da hab' ich Lust so!
00:09:00: Ich kenne ja die Menschen um die es geht.
00:09:02: Aber Hotel...
00:09:03: Hä?!
00:09:04: Was ist denn das?
00:09:07: Und ich hatte eine ganze Stelle und dann kriegte ich noch ne halbe Sozialarbeiterin dazu.
00:09:11: Also die war schon ne ganze, aber die hatten nur ne Halbestelle.
00:09:15: Wir waren zusammen in einer Gestaltausbildung und die war Sozialarbeiterin und hat in ner Wohnungshilfe gearbeitet.
00:09:20: In Düsseldorf.
00:09:21: Dann habe ich gesagt super Weil von Wohnungsursunhilfe habe ich wiederum keine Ahnung.
00:09:26: Ich kenne mich aus mit Sucht und ich kenne auch nach Psychiatrie, aber von Wohnungssursunilfe weiß ich nicht so.
00:09:32: Dann ist sie Petra.
00:09:33: Und dann haben wir beide angefangen...
00:09:35: Wie sah das denn aus?
00:09:36: Ihr habt da ein Haus oder ein Hotel?
00:09:39: Wir hatten dieses Hotel, das stand unter Denkmalschutz, dementsprechend Schäbig.
00:09:45: Das war früher ein Stundenhotel waren schon Menschen in diesem Hotel.
00:09:49: Ich hatte keine Ahnung, wer in diesem hotel ist!
00:09:52: Wir hatten ein... das nannte sich Büro.
00:09:55: Das könntest du heute alles nicht mehr machen.
00:09:57: Also das muss man wirklich der Stadt Köln hoch anrechnen und es hatte was mit Anschwendi zu tun, das hatte etwas mit Ursul-Christiansen zu tun und mit Frateisern zu tun – sicherlich auch mit Norbert Rüther.
00:10:08: Das war damals die regierende Partei!
00:10:10: Und der Anschwendi hatte einfach ein Herz für psychisch kranke Menschen und für wohnungslose Menschen.
00:10:17: Es war ihm ganz wichtig dass es für diese Menschen ein Angebot gibt.
00:10:21: Wir als Kommune sind verpflichtet, diesen Menschen zu helfen und so ist das zustande gekommen.
00:10:26: Und auch so können Sie heute nicht mehr machen.
00:10:28: Ein Projekt wo keiner weiß was machen wir da eigentlich?
00:10:31: Du müsstest heute eine Projektskit vorlegen.
00:10:33: du müsstest mit sich an der Exotabelle vorlegen um vorrechnen wie viel dich das kostet, wieviel das einbringen etc... Wir hatten gar nichts!
00:10:41: Da war ein Hotel.
00:10:42: dann gab ich einen kleinen Raum.
00:10:44: Das einzige Frischstoff war so eine Luke in der Wand, die musste man mit einem Stab immer aufmachen.
00:10:50: Da waren wo Papp-Wende ringsherum also viel.
00:10:53: dann zu Datenschutz und wir haben da gesessen und ich hatte keine Ahnung was tun.
00:10:58: Dann haben die Petra nicht da gesetzen, dann haben wir ein Radio gehabt.
00:11:01: Wir hatten noch nicht mal einen PC oder irgend sowas aber ein Telefon.
00:11:05: Und dann haben radio... Irgendwas höre ich hier.
00:11:09: Machen wir das Radio aus!
00:11:12: Das Radio ausgemacht, dann hörten wir das beide.
00:11:14: Da hat jemand furchtbar geschrien.
00:11:16: Ganz laut geschrien!
00:11:18: Sehr bedrohlich... Aber auch engs... Also so... Du sagst, da ist aber irgendwas, ne?
00:11:24: Da ist irgendwas stimmt dann.
00:11:25: Dann sagt er sofort die Petra.
00:11:28: Da habe ich nichts mehr zu tun.
00:11:31: Also das ist nicht bonuslos in Hilfe, dass im Psychiatrie.
00:11:34: Und dann sind wir durch das Hotel gelaufen auf der Suche nach diesem Schreien.
00:11:38: Wo kommt das her?
00:11:39: Das waren aber vorher war es ein Stundenhotel.
00:11:41: alles so Türen doppelt mit Leder.
00:11:46: Jedenfalls haben wir irgendwann gedacht Wir machen die Quelle ausfällig da kommt jetzt ja dieses Geschrei.
00:11:51: und dann haben wir da Todesmutig an die Tür geklopft.
00:11:55: Irgendwann machte ich ihr mein Auslass sehr würre aus mit einem schwarzen Bad und langen, schwarze Hahn.
00:12:00: Und der sah bedrohlich auf.
00:12:02: Was wollt ihr hier?
00:12:03: Dann hat er gesagt ... Schönen Tag!
00:12:06: Wir sind vom Deutschen Rundenkreuz.
00:12:10: Wenn Sie wollen, können Sie mal zu uns kommen.
00:12:12: Wir haben da unten Kaffee.
00:12:14: Ah ja, tut zu.
00:12:16: Jetzt sind wir wieder nach unten gegangen und finden später Karma zum Kaffe.
00:12:22: Ja, dann haben wir ... uns wunderbar unterhalten.
00:12:25: Und das Ganze hat sich ein bisschen entspannt, der hat uns dann noch lange begleitet mit vielen Ausfällen, mit viel Aufregung
00:12:33: etc.,
00:12:34: aber das war sozusagen der Einstieg dieses.
00:12:36: Ich weiß auch nicht was ich machen soll Aber es geht um das was ich kann Kontakt und Beziehung.
00:12:42: Ja ja und in dem Hotel lebten eben schon... Die
00:12:45: waren eingewiesen
00:12:47: oder über die Stadt eingewiesen?
00:12:49: Genau!
00:12:49: Die hatten eine ordnungsbörlige Unterbringung, Hotelunterbringungen
00:12:53: Und meistens auch irgendein Paket zu Tagen?
00:12:57: Das war sozusagen die Maßgabe dieses Diffuse.
00:13:01: Also pass mal auf, denn wir haben Leute, die fliegen immer wieder raus.
00:13:06: Obwohl wir denen jetzt gerade vor vierzehn Tage was gegeben haben.
00:13:08: und dann sind sie wieder bei der Fachstelle, wo du sagst hey ich brauche einen Unterkopf, ich braue ein Bett und dann tun wir die mal alle in ein Hotel.
00:13:15: und dann stecken wir da noch eine fachpsychiatrische Fachkraft rein und gucken mal was passiert.
00:13:21: Und ich war dann die erfahrene Fachkraft.
00:13:24: Es wusste keiner, was passiert.
00:13:26: Eigentlich ist viel passiert.
00:13:28: Aber die Idee war ja schon klar, dass man so ein niederschwelliges Angebot im Sinne von wenn du dich drauf einlässt können wir da weiterhelfen?
00:13:39: Wenn nicht haben wir vielleicht Kontakt und das lindert auch schon die eine oder andere Geschichte.
00:13:45: Und das war so der Ansatz.
00:13:47: Das war völlig klar, es ist alles freiwillig auf absoluter Freiwilligkeit und es ging auch darum, nämlich es ging um Verben.
00:13:59: So, unser Arbeitsmittel war ja offene Tür- und Kaffeemaschine.
00:14:02: Das wichtigste Arbeitsmittel überhaupt!
00:14:04: Wir sind dann zu den üblichen Sachen hingegangen wie ihr wahrscheinlich auch, wie jeder der im psychiatrischen Bereich arbeitet.
00:14:10: wir haben Frühstückangebot gemacht, wir haben dann gekocht und haben die Leute eingeladen.
00:14:15: also so was wäre in einem großen Gemeinschaftsraum?
00:14:18: Und dann wurde auch relativ schnell klar wir brauchen ein zweites Hotel.
00:14:22: das kam dann auch ziemlich schnell und dann gab es noch ein drittes hotel weil Das ist bis heute so geblieben.
00:14:29: Der Hotelier hat das Hausrecht und du hast als Betroffener... überhaupt keine Rechte.
00:14:37: Null!
00:14:37: Wenn ich als Hotelier sage, morgen du bist raus, du gefällst mir nicht mehr?
00:14:41: Dann bist du raus und machst so gar nichts gegen.
00:14:43: Oft war die Arbeit oder ist sie sicherlich auch heute die Vermittlung zwischen Hotelier- und zwischen dem Gast
00:14:50: zu kommen.
00:14:51: Wir gucken dass er ins Krankenhaus geht, wir gucken das ob was mit ihr produziert wird.
00:14:56: Wir unterstützen ja und lassen es dann noch nochmal und wir bemühen uns ja und so, dass das eine Vermittlungsrolle ganz häufig war.
00:15:04: Für viele Leute ist es interessanterweise dann vielleicht leider, das weiß ich nicht.
00:15:09: Auch eine Heimat geworden?
00:15:11: Das war eigentlich gar nicht so gedacht.
00:15:13: Ein Hotel unterbringen uns ja jetzt nicht der Gipfel der Schönheit aber für manche war's wirklich glaube ich eher endlich irgendwo anzukommen und das Wichtigste war du hast ein Einzelzimmer oder einen eigenen Schlüssel Und wir haben damals viel aushandeln können mit der Stadt.
00:15:32: Das war ja vorher gar nicht klar, wie wird das eigentlich sein?
00:15:35: Normalerweise ist es so wenn du nicht übernachtest, wird nicht mehr bezahlt, dann schmeißt er hotelierlich raus.
00:15:42: bei uns war das so da habe ich lange verhandelt.
00:15:44: Wenn wir es schaffen mit viel viel Mühe und Unterstützung jemanden dahin zu bekommen dass er sagt na gut Ich lass mich auch eine Behandlung ein!
00:15:54: Dann kann das das Zimmer nicht weg sein, nur weil der da jetzt nicht mehr schläft.
00:15:57: Der hat ja seinen Schlüssel noch und das ist ja was wir gewollt haben.
00:16:01: und wenn es verbunden ist... Jetzt bin ich wieder wohnungslos!
00:16:03: Da kriegen wir nie irgendjemanden überzeugt.
00:16:06: Und das war eine lange Verhandlung.
00:16:07: Weil warum soll ne Kommune bezahlen für jemand, der gar nicht übernachtet?
00:16:11: Also ich konnte die andere Seite auch gut verstehen.
00:16:13: aber Gott sei Dank hatten wir viel Unterstützung.
00:16:17: Auch von der Fachstelle Wohnen, die sich das so bedannte.
00:16:20: Das war überhaupt ... also ich glaube ich hatte wirklich Super Glück mit guten Zeiten in Köln.
00:16:26: Das war die Fachstelle Wohnen, mithalb Ritter und Hartung, das war Birgit Gunja.
00:16:33: Also
00:16:33: Thaisern als Fachberatung hat uns immer beraten ...
00:16:38: Spenden sie noch eine Zeit im Sozialamt?
00:16:41: Genau.
00:16:43: Wir hatten dann, wenn du sagst es ist niederschwellig klar haben wir ne niederschwellige Arbeit gemacht aber der Zugang war ja ganz hochschwellig.
00:16:52: Du konntest ja nicht als Mensch sagen, ich will er in das Hotel Plus.
00:16:55: Das
00:16:56: gab einmal im Monat eine Koordinationsrunde.
00:16:59: Aber auch das finde ich gut!
00:17:00: Da war ein Rundertisch, da waren dann Sozialdienst von Meerheim, Sozialdienste Unikliniken, Sozialdiens Alexander... Dann war natürlich der Leitende sozialer weiter Gesundheitsamt.
00:17:13: Die Frau Thaisan da, dann war Fachstelle Wohnen saß persönlich vor Ort.
00:17:17: Das Sozialamt war da.
00:17:19: also alle Reso-Dienste, ne?
00:17:21: Alle Leute die Geld bezahlen, die Bedarf haben und die sagen ja hier muss jetzt irgendwas passieren, saßen da und dann wurde überlegt ob das der richtige Ort ist.
00:17:31: Ob das die richtige Art von Hilfe ist.
00:17:34: Und danach wird dann entschieden, ob jemand
00:17:36: den Platz bekommt.
00:17:40: Und die Frau Thaisern hat damals schon klare Einschränkungen gemacht, die auch sehr sinnvoll waren in dem sie gesagt haben wir nehmen keine jungen Leute.
00:17:47: Weil für junge Leute gibt es einfach so viel bessere und andere Angebote.
00:17:53: also eigentlich war Hotel plus Ultima Ratio.
00:17:57: Das ist alles versucht worden nix hat funktioniert.
00:18:01: jetzt versuchen wir noch mal hotel.
00:18:04: Aber du kannst dir vorstellen, was das zum Teil am Anfang für uns bedeutet hat.
00:18:08: Wir hatten den Druck ... Oh Gott!
00:18:10: Ultimation.
00:18:11: Danach gibt's nichts mehr.
00:18:12: Wenn wir versagen, dann ist alles
00:18:14: vorbei?
00:18:15: Ja, ja.
00:18:18: Wenn ich das so höre, doch genau die richtige Herausforderung in der Zeit für dich sozusagen so ein Konzept.
00:18:25: Da waren ja auch viele Erfahrungen, die du jetzt an verschiedenen Stationen,
00:18:29: also
00:18:30: an verschiedene Stellen gemacht hast, verdichtet man anwenden konnte.
00:18:36: Also auch dieses am Ende vielleicht ein bisschen gelassen sein und sagen, okay ich muss jetzt nicht jeder der hier vorbeikommt.
00:18:43: Ich muss den schnappen und ihm Hilfe
00:18:46: überstülpen.".
00:18:48: Das hat ja Bundesvertriesen Aufregung also aufregend im positiven Sinne gemacht.
00:18:53: Weißt du eigentlich ob es da auch woanders denn... Ähnliche Projekte gibt oder gar nicht?
00:18:59: Klaus,
00:18:59: Menge.
00:19:01: Wir sind in den ersten Jahren ständig besucht worden aus allen Großstädten Deutschlands.
00:19:07: Du kannst sagen Hamburg, Stuttgart Frankfurt München Berlin die waren alle bei uns haben sich das alle angeguckt weil diese Menschen gibt es ja in allen Großstäbnen.
00:19:19: Ja diese ganz klar sagen ne Psychiatrie wir nichts mehr zu tun haben Aber dringend psychiatrische Hilfe bräuchten und wohnungslos geworden sind.
00:19:27: Häufig aufgrund psychatischer Probleme gibt es ja die großen Studien, die Münchner Studierende ist auch wieder besagt.
00:19:33: Fast alle in der wohnungslosen Hilfe sind mit psychischen Problemen belastet.
00:19:39: Ja deswegen kamen sie alle zu uns.
00:19:41: dann gab's ganz schnell Nachfolgeprojekte.
00:19:43: Also ich glaube, die Bielefelder waren die schnellsten.
00:19:47: Bei den Bielefeldern bin ich jetzt eingeladen im August zum Vortrag, weil sie feiern da irgendwie twenty-fünfjährig ist oder so.
00:19:53: Die haben sehr schnell gereagiert.
00:19:54: Die Münstererne auch, Münsterpension Plus, die Aachener in Berlin auch Frankfurt... Alle haben es dann natürlich mit ihren Möglichkeiten gemacht, weil das ist eine spezielle Kölner Methode.
00:20:09: Haben ja nicht alle Hotelunterbringungen für funkslose Menschen die Düsseldorfer haben's auch gemacht.
00:20:14: Die haben wir dann auch besucht.
00:20:15: also wir haben dann immer zwischendurch auch Leute besucht.
00:20:18: wie haben die das jetzt gemacht?
00:20:19: Die Nachfolge Geschichten sind zum Teil gelungener als unsere, weil klar wenn du anfängst machst auch Fehler.
00:20:27: Dann kannst du den Leuten mitgeben und sagen oh guck direkt dass er eine Hauswirtschaftskraft mit finanziert bekommt oder guckt das ja irgendwie nachts doch irgendjemanden da hat also alles gesagt die man im Nachhinein natürlich kaum noch durchboxen kann.
00:20:40: Aber die, die dann übernommen haben gesagt, ah ja gut und ich habe immer klar gesagt ihr müsst die Politik ins Boot holen.
00:20:47: Ohne Politik läuft gar nichts!
00:20:48: Die Politik muss Interesse haben, muss Leute begeistern und dafür interessieren dass es diese Menschen gibt und dass man sie versorgen
00:20:55: muss.
00:20:57: Das war ja... sehr gewollt hier von der Politik in Köln, zumindest auch gerade diese Gruppen da, wo man ja immer aus ein bisschen den Vorwurf hat an die normale Psychiatrie.
00:21:08: Dass man die so außen vorlässt oder gar nicht keine Angebote für sie machte.
00:21:14: Insofern war das, glaub ich, politisch schon sehr gewollt.
00:21:16: Ich weiß nicht, ob es heute noch gewollт wäre ... Aber sie existieren ja nach wie vor?
00:21:22: Die existieren alle und ich hab früh eine Woche noch eine Mail gekriegt.
00:21:26: Da hat jemand ne Fortbildung bei mir gemacht bei der DGSP.
00:21:29: Und er hat gesagt, ich habe mir mal ein Konzept geschrieben, kannst du mal drüber gucken.
00:21:34: Wir wollen jetzt hier endlich in Krefeld oder so, wir wollen jetzt auch, ich hab jetzt endlich jemanden von der Politik an der Hand, die interessiert sind, gerade diese Gruppe versorgen zu können und hat ein Konzept geschrieben.
00:21:47: Also wie ich denke, ja das geht immer weiter weil diese Menschen gibt es
00:21:51: einfach.
00:21:51: Die Menschen gibt's und es ist interessant wenn mal so einen Zipfel, so ein Konzeptsipfel irgendwo existiert und auch schon lange in den Jahrzehnten, dass das auf Videosatz weiterentwickelt.
00:22:02: Ich könnte mir gut vorstellen da würden auch nüchsterweise Genesigungsbegleiter gut reinpassen an manchen Stellen.
00:22:08: Das ist jetzt so meine Vermutung.
00:22:11: Aber das heißt, es ändert sich immer ein bisschen mit der Zeit auch nach dem was an neueren Entwicklungen in der Psychiatrie und der kommunalen Psychiatrien muss man ja sagen.
00:22:21: Also
00:22:22: nicht die stationäre oder klinische Psychiatrin.
00:22:27: Obwohl die Zusammenarbeit war trotzdem wichtig damals wie heute.
00:22:32: Also wenn der Zusammenschluss nicht zwischen Klinik und allen möglichen Stellen ist, dann funktioniert auch keine ... Wie sagt man?
00:22:39: Keine Schnittstellenarbeiten.
00:22:42: Ich glaube das war hier einfach wirklich da bei Köln echt Vorreiter.
00:22:47: Da gab es ja noch diese Weiterbildung, die der Klaus Nürburgring nie gemacht hat für die Mitarbeiter vom Sozialamt.
00:22:54: Fantastisch!
00:22:56: wissen die Leute sitzen nicht am Schreibtisch, sondern dann kriegen den Gefühl dafür um was es da eigentlich geht.
00:23:01: Was ist für Menschen Sinn?
00:23:03: Also wir hatten interessante Besucher und da waren häufig im Politiker mit... Da waren dann schon eher Verwaltungsleute, die sich das natürlich vom finanziellen her alles anhören wollten und angucken.
00:23:13: Zum Teil war die natürlich schier entsetzt.
00:23:15: Ich fand das immer ganz spannend mit den Besuchern, die wir hatten.
00:23:19: also wenn die Leute aus der Psychiatrie kamen ja Dann haben sie in der Regel gesagt Boah, hier könnte ich nicht arbeiten.
00:23:27: Es ist schäbig gewesen in dem Hotel.
00:23:29: Es war wirklich schäbig runtergekommen.
00:23:31: Das war kein tolles Büro und ich meine, ich kenne Wohngemeinschaften psychiatrisch von Alexianern die haben Walnuss-Fußboden weißt du?
00:23:39: Ja und dann waren wir... Oh Gott ne!
00:23:42: Hier könnte sich nicht arbeiten alle unbehandelt etc.. Dann kriegten wir Besucher aus der Wohnung zu sehen Boah, habt ihr es gut.
00:23:51: Da klaffte oft wirklich eine große, große Kluft zwischen ... Also was man so als Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen vertraut oder gewohnt ist?
00:24:01: Wir haben da jetzt mal einen Scheinwerfer draufgeworfen weil das war ja schon ein Riesenprojekt, also ein Riesenerfolg reiches Projekt.
00:24:11: Ich finde, das muss man irgendwie auch nochmal klarmachen dass die Psychiatrie ja mehr ist als jetzt die Behandlung im engeren Sinne sondern das es ja ein breites Spektrum an Menschen gibt die Unterstützung brauchen.
00:24:23: und ich finde sehr sehr sehr Respekt.
00:24:27: Einflößen finde ich, dass man sich überhaupt auch noch mal über so kleineren Anführungszeichen Gruppen Gedanken gemacht hat wie man da auch Hilfen anbieten kann und das finde ich schon sehr beeindruckend.
00:24:38: also
00:24:39: Wir hatten am Anfang noch kein Konzept, aber ich glaube die Menschen, die da bei uns gewohnt haben, die brauchten auch keinen Konzept.
00:24:47: Aber wir brauchten eines.
00:24:49: Also ich glaube, die Mitarbeiter sind einfach immer angewiesen auf so irgendwas wo man nachlesen kann und für Menschen die sehr strukturiert des Arbeiten gewöhnt sind war es die Hölle.
00:25:01: kann man kaum aushalten, weil du musst wirklich sehr viel improvisieren.
00:25:05: Du musst offen sein für diese Reaktionen in der ... Du musst flexibel sein für Klientenbedürfnisse und das ist ganz simpel!
00:25:13: Du hast dich ewig bemüht ein Zahnarzt zu terminen zu kriegen für den Betreffenden und am Morgen sagt er natürlich hier, du kannst euch mal, geh ich doch nicht hin?
00:25:21: Also immer wieder flexibel seien, immer wieder neu reagieren.
00:25:25: Das hat, fand ich die Arbeit total spannend gemacht.
00:25:28: Und dann hatte ich das Glück, wir waren so ein Trio.
00:25:32: Der Räuf kam ja dazu, Monate später gab es einen SPZ.
00:25:36: Das gab's ja vorher auch nicht.
00:25:38: und zu was ist natürlich total hilfreich auch wenn du dich auseinandersetzen kannst?
00:25:42: Wenn dir auch viel freie Hand gelassen
00:25:43: wird.
00:25:44: Ich finde das etwas ganz Wesentliches.
00:25:47: Schwieriger ist die Arbeit hinterher geworden, als der Bereich immer größer wurde und als dann noch betreutes Wohnen dazu kam.
00:25:54: Dann musste man ja richtig rechnen.
00:25:56: Also da muss sich ein Haushalt abliefern, der wirklich viel Ertracht gebracht hat und dann musst du es so rechnenn' Und dann warst du ständig mit dem Controlling beschäftigt.
00:26:06: Das war jetzt nicht so meine Lieblingsarbeit Aber die Arbeit hat mir eigentlich bis zum letzten Tag Spaß gemacht mit den Kolleginnen und Kollegen, mit den Klienten.
00:26:15: Das war schon klasse!
00:26:16: Aber du hast dann ja noch mal gewechselt innerhalb des... also nochmal in so eine Leitungsstelle?
00:26:20: Ja, aber das hat sich so entwickelt im Laufe der Zeit einfach weil ich ja diejenige war, die da den Anfang gesetzt hat.
00:26:27: Und dann bin ich da so reingewachsen.
00:26:29: Dann ist dieser Bereich halt immer größer geworden.
00:26:32: Aber hattest Du denn auch noch mit Klientern
00:26:34: oder...?
00:26:34: Ja klar, ich war ja immer wieder auch im Hotel.
00:26:37: In meinen letzten Berufsjahren war ich das letzte Jahr, war ich immer halbestell auch noch im Hotel Hotel in Deutsch.
00:26:46: Jetzt sind wir da noch mal richtig drauf eingestiegen, weil ich das oft ... Ja, ich sag jetzt mal so ein Einzelner Markenzeichen finde ist dieses Hotel plus diese ganze Geschichte die find' ich gut dass wir die immer wissen genauer hier erzählt haben.
00:27:02: jetzt Da können vielleicht ja auch nochmal junger Leute sich überlegen wie man kriegt nicht alles serviert.
00:27:11: Die Konzepte stehen, obwohl es lange Psychiatrie-Erfahrungen gibt.
00:27:17: Aber es sind immer wieder Möglichkeiten da, was zu improvisieren oder wach zu sein für Bedürfnisse und Gründe den Andockhaben.
00:27:38: Es gibt heute gar nicht mehr das Feld noch etwas neu zu bestellen.
00:27:43: Ich würde mal behaupten, das kann nicht sein.
00:27:46: Das glaube ich nicht.
00:27:48: Die Zeiten sind schon hart im Moment auch so politisch wenn man so sieht.
00:27:53: und wer würde jetzt noch in solchen Gruppen was zugestehen?
00:27:58: überhaupt solche Angebote zu bekommen.
00:28:00: Na doch, Klaus!
00:28:01: Wir sind ja gerade dabei... Die EU hat doch beschlossen, dass bis zwanzig dreißig die Wohnungslosigkeit beseitigt worden ist.
00:28:08: und ich glaube gerade in dem Bereich Housing First, Wohnungslösigkeit beenden
00:28:13: etc.,
00:28:13: Ich habe keine Ahnung wie die das machen wollen.
00:28:16: Ich bin ganz gespannt auf zwanzich dreißzig wo die dann auf einmal alle verschwunden sind.
00:28:22: Düsseldorf hat sich da auch.
00:28:23: Unser Oberbürgermeister hat sich da auch hervorgetan und will das alles beseitigt haben.
00:28:27: Und ich glaube, dass es da noch ganz viel gibt und auch viel Interesse gibt.
00:28:32: Also es gibt ja Gelder für Housing First.
00:28:35: Es gibt ja Projekte die gefördert werden.
00:28:39: Gerade im Bereich Sucht ist so vieles notwendig und im Argen.
00:28:46: Und Wohnungslosigkeit wird offensichtlich wieder drängender?
00:28:50: Ich habe gehört, in Köln ist die Zahl der Hotelbetten auch wieder massiv angestiegen.
00:28:55: Wohnungslose Menschen untergebracht werden und das ist nicht Hotel Plus.
00:28:59: Das sind dann vier Betten
00:29:00: oder fünf Betten einzubereiten?
00:29:05: Ja.
00:29:06: Und da denke ich ... Da werden bestimmt auch Gelder locker gemacht werden können.
00:29:11: Du darfst nicht vergessen, wie viel Geld ist jetzt gesteckt worden in die Eingedrungshilfe!
00:29:17: Das sind ja schon enorme Zahlen.
00:29:19: Also wo ich denke, es ist ja offensichtlich Geld vorhanden.
00:29:23: Und die Probleme mit der Wohnungslosigkeit siehst du ja in dem berühmten Stadtbild.
00:29:29: Aber ich weiß noch
00:29:31: nicht ob du das mitbekommen hast aber hier ist ja ein Riesenaufschrank in diesem Stadtteil von Köln, wo es um einen Suchthilfezentrum
00:29:40: geht.
00:29:40: Doch so am Rande?
00:29:41: Ja
00:29:42: ich will nur sagen die Stimmung in der Bevölkerung ist natürlich wenn man... Ich habe die Kollegen wirklich da gab's eine Für-Demo, da waren glaube ich zwanzig Leute, die sagten ja wir müssen noch die Leute hin und jetzt gibt's aber hier schon die zweite Demo die hier die Straße lang gelaufen ist jetzt nicht so vielen, aber alles im Pörte-Burgerinnen.
00:30:06: Das ist für mich kein gutes Konzept.
00:30:08: Da sind Schulen und Allesburgs.
00:30:09: Aber irgendwo muss ja ein Zentrum hin um vier bis zwei Stunden besetzt.
00:30:14: Ich bin dauerhaft die Kollegen sehr weit.
00:30:17: Ich kenne das natürlich von einem sozialpsychatischen Zentren.
00:30:20: Da gab es immer Widerstand in den Vierteln Die Auseinandersetzung mit der sozialistischen, selbstreffizienten Psychiatrie ins Viertel getragen.
00:30:28: Jetzt waren wir alle mit Spritzen rum und so.
00:30:32: Ich glaube die Stimmung ist ziemlich... ziemlich hart im Moment, oder kann hart werden.
00:30:37: Wenn das hier schon in diesem obergrünen Viertel dann so einen Widerstand erzeugt?
00:30:44: Da hast du recht!
00:30:45: Das ist mit Sicherheit so und ich glaube dass es da Politiker brauchen auch die Standing haben.
00:30:50: Das ist in Düsseldorf nicht anders.
00:30:52: Da geht's auch um eine Methadone Ausgabe.
00:30:54: sollen jetzt von da nach da aus der Flurstraße sollen jetzt nach Gerrit sein.
00:30:57: Oh Gott, das will ich, da ist ja ne Schule und ein Kindergarten und keine Ahnung... Aber da gab es in der Eisenstraße schon immer ein Unterkunft für Obdarlose.
00:31:07: Da hat bloß keiner gemerkt und stand auch nicht in einer Zeitung.
00:31:10: Also so, ich glaube ja dann muss man dann Standing haben und sagen trotzdem das ist wichtig.
00:31:15: Es ist notwendig, wir machen das jetzt für dich aus.
00:31:18: also wenn man auf jedes Bürgerbegehren achten würde, glaube ich, da werden unsere psychisch kranken noch
00:31:22: in der Anstalt.
00:31:23: Ja, auf jeden Fall!
00:31:25: Hier hat ja der neue Bürgermeister angeblich jetzt gesagt oder er hat gesagt Es gibt nie den richtigen Stand auch, und der ist es jetzt hier.
00:31:38: Ich bin mal gespannt ob er da das Standing hat aber ich sehe das genauso wenn man
00:31:43: die nicht hat.
00:31:43: Wir haben sie erlebt Klaus.
00:31:45: wir haben's erlebt.
00:31:45: ich habe ja nach kurzer Zeit das ist immer eines relativ ich glaube so nach sieben Jahren hab ich gedacht also wenn die Leute es schaffen mit unserer Unterstützung so ein Zimmer zu behalten also nicht rauszufliegen Dann können die auch eine eigene Wohnung haben, in einem Mietvertrag.
00:32:01: Wo sie ordentliche Rechte haben, wo man die nicht einfach rausschmeißen kann.
00:32:05: Aber es geht nicht in normales betreutes Wohnen.
00:32:08: Das würde dann heißen du bist irgendwo im Kornweiler, machst deine Tour und gehst jetzt da rein und das geht nicht weil die Menschen, die ja im Hotel wohnen sind manchmal Leute, die schaffen fünf Minuten Kontakte Aber damit kannst du keine Fachleistungsstunden bringen.
00:32:22: Also wie willst du das machen?
00:32:23: Du musst dir Stellen irgendwie finanziert kriegen.
00:32:26: Deswegen habe ich gedacht, es muss im Grunde sein wie Hotel Plus also vor Ort sitzt ja Sozialarbeiter oder die Unterstützer und die Menschen leben da aber haben ihr eigenes Apartment.
00:32:37: und so haben wir dann zwar mein Rentenprojekt Koblenzer Straße gebaut apartment plus Und das finde ich fantastisch, aber da war es ähnlich mit dem Widerstand.
00:32:48: Da hat nämlich die Leute, die das gebaut haben, da haben sie irgendwie ein großes Schild hingesteckt.
00:32:53: hier baut das Deutsche Rote Kreuz einen Boardinghaus für Obdachlose.
00:32:57: Kannst du dir sowas vorstellen?
00:32:59: Dann sind der Chef und ich eingeladen worden in den Sozialausschuss des Rates der Stadt Köln weil die Bürger natürlich sehr besorgt waren.
00:33:06: was das Rotekreuz da denn in ihrem schönen Stadtteil Gucken schon alle nach ihren Grundstücken und während ihrer Häuser oder Wohnungen.
00:33:16: Und jetzt redet da kein Mensch mehr von, wir haben dann ein bisschen mal mit ... Erklärt und so.
00:33:21: Aber wir haben auch gesagt, das machen wir jetzt nicht öffentlich.
00:33:23: Also ich kann ja irgendwo wohnen.
00:33:24: Da muss ich doch keinem erklären was ich für ein Mensch bin nur weil ich da jetzt wohne.
00:33:28: Und das ist dann alles nahtlos untergegangen.
00:33:31: Haben sie alle wieder beruhigt
00:33:32: und es ist alles okay.
00:33:34: Diese Auseinandersetzung gab's noch also an den Ehrenfall vor dreißig Jahren dieses SPZ gegründet haben.
00:33:40: Das war direkt der Neubau war dann direkt neben Kinderspielplatz Und
00:33:46: dann sollten wir psychisch kreieren
00:33:47: können.
00:33:48: Genau, zauern an Zaun sozusagen und das war aber so ein ganz schwieriger Akt.
00:33:55: Es ist irgendwie ein bisschen transparent, aber auch nicht zu transparent und aber auch mit Hilfe der Politik natürlich.
00:34:03: Sonst hätten
00:34:04: wir
00:34:04: das nicht irgendwie durch.
00:34:05: Ein bisschen
00:34:06: transparent, aber eben nicht alles.
00:34:08: einfach ein bisschen was zu
00:34:10: füttern.
00:34:11: Ist eigentlich nicht meine Tour, aber ich glaube, dass ist ja nur so ein Weg, solche Projekte dann noch umzusetzen.
00:34:17: Und danach wieder kein Mensch mehr davon?
00:34:19: Ja, und bei diesen Hotels ist es ja so, dass das im Grunde genommen besser ist wenn da auch noch Fachleute sitzen die ihre Hilfe anbieten.
00:34:28: vorher waren sie komplett sich alleine überlassen.
00:34:31: Es war in den Anfangszeiten, wir waren ja sozusagen im Hartkorschwohlenzentrum von Köln.
00:34:36: Haben wir schon auch so Kontakte gehabt haben?
00:34:38: Nachbarn sind dann gekommen und haben gesagt, wissen was ich machen soll?
00:34:41: Da ist eine Frau die schreit und schreiht und schreibt jede Nacht.
00:34:45: Wir vielleicht ganz gut die Polizei zu rufen.
00:34:47: Wir brauchen ja auch ein bisschen Material, ne?
00:34:49: Und haben gesagt wir wollen keinen ausgrenzen!
00:34:51: Wir wissen wie das ist ausgegrenzt zu werden.
00:34:53: Wir wollen nicht die Polizei rufen, wir wollen kein verpetzen.
00:34:56: Das geht aber nicht um Verpetzen, es geht um Hilfeleistung und ich finde dass hat dann super gut funktioniert.
00:35:03: also wo die Nachbarschaft eher sehr unterstützend war.
00:35:06: Nicht überall.
00:35:07: Wir hatten durchaus ein anderes Hotel.
00:35:10: Die waren auch echt gelitten, muss man sagen.
00:35:12: Die Nachbarn konnten einem Leit tun gegenüber beim Kindergarten.
00:35:16: Das war sehr laut.
00:35:17: Dann probte der Posamkur von der Kirchengemeinde und wenn da alle Ruhe eingekehrt waren, dann fingen zwei von unseren Klienten an und haben ordentlich aufgedreht mit so Versterkern.
00:35:28: Also das war schon heftig!
00:35:29: Wir haben die Nachbarn sich auch zusammengetan und haben einen Brief an den Oberbürgermeister geschrieben ob sie nicht mal bei ihm wohnen könnten.
00:35:36: also jetzt wird's mal lang.
00:35:39: Da haben wir dann das einzige Mal über ein Jahr lang von der Stadt eine nächtliche studentische Hilfe finanzieren bekommen.
00:35:47: Das war ganz schön, aber auch konnte dann leider aufgrund von finanziellen Mitteln...
00:35:52: Ich weiß, das war eine Rehe, aber nicht so!
00:35:54: Das war eine rehen Nachtswahl an...
00:35:56: Nein, nachts ist da nie wild.
00:35:57: Das wäre ganz hilfreich, weil es nicht darum geht und man musste jetzt keine therapeutischen Gespräche nachts führen sondern sagen jetzt machen wir deine Anlage aus sonst passiert ihr.
00:36:05: aber mehr war das ja nicht.
00:36:08: Aber das hat schon geholfen.
00:36:09: Es hat sich dann alles ein bisschen beruhigt, das Hotel ist immer noch da Und
00:36:14: ich würde doch noch gerne, bevor wir zu der alles entscheidenden Frage nämlich zur Musik kommen.
00:36:22: Ich würde mich gern nochmal erfahren... Du hast ja jetzt zwischendurch schon mal ein bisschen erwähnt.
00:36:28: noch so Weiterbildung und Fortbildungen.
00:36:31: Ein paar Sätze noch zu diesem Angebot heute.
00:36:33: Welche Zielgruppen sind das eigentlich, die du da mit deiner ... im Rahmen der deutschen Gesellschaft sozialen Psychiatrie machst?
00:36:40: Übergreifen.
00:36:42: Das Problem geht ... das Problem der Verwahrlosung.
00:36:47: Das ist imminent!
00:36:49: Und das ist offensichtlich noch nicht, auch durch meine vielen Fortbildungen, nicht wesentlich geändert worden.
00:36:55: Deshalb ist die Nachfrage immer noch da und es hat was mit der Arbeit im Hotel zu tun weil wir natürlich Menschen im Hotel hatten und haben, die aufgrund von Verwahrlosung ihren Wohnraum verloren haben.
00:37:07: Das ist mein Einstieg in dieses Thema gewesen.
00:37:10: ich habe dann auch so eine Weiterbildung gemacht als Erwachsenbildnerin und hab das mal irgendwann so angeboten und das hatte tollen Erfolg.
00:37:19: Und... Ich hab immer noch keine Website.
00:37:21: Man kann mich meinen Sohn sagen, Mama du musst aber unbedingt ... Lass mal nicht so wichtig.
00:37:27: Es spricht sich einfach um und das Problem ist nicht erledigt.
00:37:31: Das Problem gibt es immer wieder für Sozialarbeiter, die im Bebo arbeiten, für Krankenpflegekräfte, für Erzieher oder Heilerziehungspfleger
00:37:38: etc.,
00:37:39: die sind alle, wenn sie ambulant arbeiten, immer wieder konfrontiert mit dem Problem von Verbarlosung.
00:37:45: Und dazu mache ich dann für die DGSP immer zwei Tage Fortbildung Die hat hier noch zwei Tage und für andere Anbieter einTage über Fortbildungen.
00:37:54: Das ist bunt gemischt!
00:37:55: Und das ist sozusagen das zentrale Thema?
00:37:58: Das ist das Thema,
00:37:59: d.h.,
00:37:59: das Seminar heißt so kann man doch nicht leben umgang mit Verwahrlosung.
00:38:05: Ich habe aber zwischendurch ja noch ein anderes Buch geschrieben, das hieß «Das Maß ist voll».
00:38:10: Da geht es um Ratgeber für Angehörige von Alkoholkranken.
00:38:14: So ein Stück diese Persönlich Betroffenheiten, habe ich so einen Ratgeber.
00:38:17: Hat der Verlach mich mal gefragt?
00:38:18: Die Karin Koch hat das dann ganz toll begleitet auch und da hab' ich gedacht, da würde ich lieber was zu machen weil das Thema kann es ja auch mit Achtzig noch machen, wenn man's kennt ist jetzt kein wissenschaftliches Gebiet aber... Das ist so ein Thema, was einfach nicht gefragt ist.
00:38:38: Weil Angehörige melden sich nicht.
00:38:41: Ist immer noch so die Schämen sich.
00:38:44: Sucht-Therapeuten wissen alles.
00:38:47: Die brauchen eine Fortbildung nicht.
00:38:49: Ich möchte es in Anfangstrichen setzen also zu müssen fühlen sie sich als würden Sie alles wissen.
00:38:54: das ist mein Hintergrund meinen Erlebnis mit Suchtterapeuten und Also da habe ich einfach noch keinen Ort gefunden wo ich das anbieten könnte.
00:39:05: Das Buch ist auch schon älter, das ist schon länger auf dem Markt.
00:39:09: Es war eine Zeit lang gut besprochen und so.
00:39:12: aber wie gesagt es ist schwierig diese Gruppe von Menschen zu erreichen.
00:39:18: Gibt's da eigentlich auch Genesungsbegleiter aus der Suchthaus?
00:39:24: Nein also
00:39:26: die hatten ja immer schon einen Ansatz bei den
00:39:32: Bei den harten Drogen?
00:39:33: Ja, aber nicht
00:39:34: bei Alkoholabhängigkeiten.
00:39:37: Das ist immer noch für mich dieser Teil wo finde ich ganz viel fehlt.
00:39:43: Also in der Psychiatrie ist es ja, wenn du jetzt eine psychiatrische Tagung machst dann hast du eigentlich ... das gehört sich so.
00:39:50: Dann hast Du den Trialog, dann hast Du da Betroffenen, Angehörigen und Experten sitzen oder hast die in die Vorträge eingebaut?
00:39:58: Geh mal zu einer Suchtveranstaltung.
00:40:00: Das kannst Du doch glauben!
00:40:02: Es gibt schonmal so ein Trockenes, natürlich schonmal trockene Alkoholiker.
00:40:06: Aber Angehöhrige sind ganz fies vor.
00:40:11: Ich weiß, dass ich einmal weich eingeladen bin.
00:40:13: Ich kann Bösevorträge halten zur Suche.
00:40:17: Dann haben die mich auch nie wieder eingeladet!
00:40:21: Aber da war ich dann so als Angehöriger und dann habe ich denen mal ein paar Sachen um die Ohren gehauen, die ich erlebt habe als Angehörige wie du behandelt wirst.
00:40:31: Das hat sich glaube ich nicht wesentlich geändert wobei ich ehrlich sein muss.
00:40:35: Also spielt in meinem Alltag keine Rolle mehr.
00:40:39: Ja, aber das war ... Das Maß ist voll.
00:40:41: Da finde ich leider noch keinen Ansatzpunkt, wo ich das unterbringen könnte.
00:40:45: Aber dass andere läuft?
00:40:47: So kann man doch nicht leben!
00:40:53: Wenn du jetzt nochmal so das große ganze Psychiatrie betrachtest, gibt es denn aus deiner, aus heutiger Sicht, wo du sagen willst naja da hat sich
00:41:02: eigentlich
00:41:03: immer noch viel zu wenig getan.
00:41:04: oder da ist ein Bereich wo ich denke Wir müssen da jetzt gar nicht in Details reinhauchen, das ist ja irgendwie immer noch dieselbe Leier wie da oder so.
00:41:14: Gibt es sowas wo du spontan sagen könntest der Bereich muss man nochmal ran oder weiter dran bleiben zu verändern?
00:41:24: Also ich glaube zwei würden mir einfallen und der eine ist für mich auch uralt, begleitet mich ja die ganze Zeit.
00:41:29: Das wäre dieser Trialog das wäre die Vernetzung, Suchtkrankenhilfe, Psychiatrie und wohnungslose Hilfe.
00:41:36: Und da ist immer noch zu viel dass sie so sehr vor sich her wirtschaften.
00:41:41: dabei hängen alle drei Bereiche unglaublich eng zusammen.
00:41:44: Da denke ich brauche es große Arbeitskreise, braucht wirklich ne ganz andere Art der Vernetzung und ich bin ja der Meinung da hält sich eher die Sucht krankenhilf vornimmt zurück.
00:41:53: Also ich glaube im Bereich Wohnungsosnilfe und Psychiatrie, da funktioniert schon vieles.
00:41:57: Aber so die Sucht ist da immer noch ganz nett außen vor.
00:42:01: Die könnte man stärker einbinden.
00:42:02: Und da hat sich nicht so viel geändert finde ich.
00:42:05: Der andere Bereich ist ja... Ich bin gespannt was wird jetzt aus der Novellierung von Psyche-GNRW?
00:42:12: Das steht ja zur Disposition.
00:42:14: Da sind einige Veränderungen vorgesehen, von denen ich glaube ehrlich gesagt auch dass sie nötig sind.
00:42:21: Also du hast ja so schön diesen Titel Freiheit heilt.
00:42:24: Wir haben das im Hotel eben täufig erlebt, nee, heilt doch nicht!
00:42:27: Manchmal heilen Medikamente, manchmal halt Behandlung... Das ist so mein Anliegen und manchmal habe ich mit Sorge geguckt von einigen Menschen, von denen ich weiß dass sie tickende Zeitbomben sind die überall rumlaufen wo du nichts machen kannst.
00:42:45: Und mich hat sehr beeindruckt, dass du mit unserer Gesetzeslage was Zwang und Gewalt angeht, kannst du in Köln oder das wird überall so sein eher deine Wohnung verlieren als dass du Fachpsychiatriehilfe bekommt.
00:42:59: Und dazu kann ich dir mindestens zwei Fälle erzählen von Klienten aus dem betreuten Wohnen, die ihre Wohnung verloren haben aufgrund vom Psychose.
00:43:08: Auf Grund von Verwahrlosung schreihen und wir wissen genau weil wir sie sieben Jahre begleitet haben behandelt dass sie sich ein anderes Leben gewünscht hätten.
00:43:19: also das ist so der Teil.
00:43:21: Da erhoffe ich mir, dass es eine leichte Veränderung geben wird.
00:43:25: Dass man eher und ich will keinen Einsperren gegen sein will.
00:43:29: Aber manchmal musst du ne Entscheidung treffen.
00:43:33: Und die haben wir damals häufiger treffen können mit Hilfe von Frau Dr.
00:43:38: Tyson, die da eine ganz eigene Einstellung zu hatte.
00:43:42: Die hat nämlich gesagt jeder Mensch hat das Recht einmal in seinem Leben fachpsychatische Hilfe zu bekommen selbst wenn er sie nicht will.
00:43:50: Da hat sie uns immer sehr unterstützt.
00:43:53: Und das war nicht mal eben so irgendjemandem Gewaltantun, sondern da hast du schon lange geguckt und lange alles probiert.
00:44:00: Jetzt geht es nicht mehr weiter auch für die anderen im
00:44:04: Umkreis.
00:44:05: Das würde sich dann mit einer Nivellierung einfacher?
00:44:10: Ja ich habe so die Hoffnung dass es wieder sowas geben könnte.
00:44:15: wie der Begriff die akute Gefährdung soll ein bisschen mehr ausgedehnt werden, besser definiert werden.
00:44:23: Was bedeutet das eigentlich?
00:44:24: Wenn es gestern Abend war ist das nicht mehr.
00:44:27: Es muss schon jetzt gerade passiert sein und das sollen ein bisschen differenzierter gemacht werden weil wenn jemand gestern abends seine Frau hat versucht umzubringen, ist er vielleicht mittags noch nicht geheilt was sicherlich auch so haben wir früher mal gearbeitet möglich wäre.
00:44:44: vielleicht, die DGSP ist da massiv gegen ich nicht.
00:44:48: Was das ausgesetzt zu psychik geht so haben wir einige leute längere zeit im hotel halten können.
00:44:53: Die PSG war ausgesetzt.
00:44:54: Sie kamen zurück ins Hotel, mussten sich aber in Behandlung bleiben und sobald sie das nicht mehr waren konnte man PSG wieder einsetzen.
00:45:03: Das hat bei manchen zu wirklich tollen Veränderungen geführt.
00:45:07: Wenn du zwei Jahre konstant behandelt wirst ist es eine andere Möglichkeit als wenn du nur sechs Wochen mal behandelt bist.
00:45:14: Das würde ich mir sehr erhoffen.
00:45:16: also da sind der Norbert Rüter uns ja immer ziemlich einig gegen den Strom der DGSP oder so.
00:45:26: Und es hat vielleicht auch etwas mit Erfahrung zu tun, mit sehr schwierigen Menschen.
00:45:32: Eine ähnliche Debatte gibt's ja unter Vorensik.
00:45:34: Ich hab da ein paar Episoden gemacht, wo es hier auch einen kleinen Entwurf gibt gegen diese große Veränderung und diese vorensischen Kliniken gar nicht mehr zu bauen oder gar nicht zu nutzen.
00:45:49: Und da gibt es auch viele, die ich habe mit dem Schmid Gvernheim gesprochen.
00:45:53: Die ambulante Erfahrung, wie man eben forensische Patienten integriert mithilfe der Gemeindepsychiatrie, dass das ein viel erfolgreicher Weg zu sein scheint Das ist interessant, weil das eine ähnliche Haltung aus Erfahrung heraus hat.
00:46:08: Es geht nicht darum, dass man selber der Hardliner ist...
00:46:14: Genau!
00:46:15: Da könnten wir jetzt lange noch darüber diskutieren auch über geschlossene Wohnheimunterbringung also die hier absolut geht ja gar nicht.
00:46:21: es ist ein absolutes Logo hat aber auch ideologische Gründe und die fand ich dann zum Teil sehr fragwürdig.
00:46:27: Also wir haben einen unserer jungen Klienten der von Hotel Plus nicht profitieren konnte.
00:46:33: Der zwar lange bei uns gewohnt hat, das Einzige was er letztendlich gelernt hat war Drogen zu nehmen.
00:46:37: Wir haben den dann besucht und das war für mich wirklich ein sehr beeindruckendes Erlebnis.
00:46:44: Das war nämlich in einer Eifel irgendwo.
00:46:46: wir sind da dahin gefahren Und dann stand da eine große Schild Alten- und Pflegeheim.
00:46:52: Ich dachte ich fasse es nicht weil der war weder alt noch bei der pflegebedürftig.
00:46:56: der hatte ne chronische psychose War drogenabhängig und völlig verehlendet.
00:47:01: Und dann sind wir da hin, und dann haben wir gefragt ja und dann kam so ein Pfleger mit zum Schlüsselbund und das kennen wir beide noch gut aus alten Zeiten.
00:47:10: der hat eine Tür aufgeschlossen, da ging es in den Keller und in diesem Keller waren ganz viele Leute.
00:47:15: und du hast gedacht Jo jetzt komme ich in den Wachsaal.
00:47:18: Ganz viele Menschen unterschiedlichen Alters, die aber auf einen Zug gelaufen kamen sofort.
00:47:24: Er hasse meine Zigarette.
00:47:25: Das hat mich so erinnert an vierzig Jahre vorher.
00:47:29: Er pflege hisse meine Kippe und dann haben wir ... Dann kamen auch sofort drei Leute, die gesagt haben sie völlig falsch untergebracht.
00:47:35: Sofort ihren Anwalt.
00:47:37: Keine Ahnung es war eine schreckliche Atmosphäre.
00:47:40: Und dann waren wir bei diesem jungen Mann Fabrizio Hieser.
00:47:43: Und dann haben wir so gefragt, der sah gut aus.
00:47:45: Er war gepflegt und hatte ordentliche Fingernägel.
00:47:47: Der sah viel besser aus als vorher aber er sah aus wie überdosiert.
00:47:52: Du kennst das diesen Blick, diesem Gang.
00:47:54: Mein Gott!
00:47:55: Fabrizio was nimmst du für Medikament?
00:47:57: Janne hat uns also erzählt lebt in einem Dreibettzimmer Zweiunddreißig Jahre alt, junger Mann.
00:48:02: Drei-Bettzimmer und war da eingesperrt.
00:48:04: Das tat ihm auch gut!
00:48:05: Der war so gut versorgt aber das kann es doch nicht sein.
00:48:09: also der muss doch sofort wieder gewöhnt werden an draußen.
00:48:13: natürlich musste er geschlossen untergebracht wird aber mit Begleitung doch nicht so.
00:48:19: Das Resultat war hinterher, also dem ging es ganz gut.
00:48:22: Der fühlte sich da auch wohl... das Resultaat war dass er da eigentlich gar nicht mehr raus wollte weil der hinterher so eine Angst hatte wieder nach Köln zum Neumarkt zu gehen.
00:48:32: Aber dann kriechten wir, als die Unterbringung abgelaufen war, sofort eine Anfrage von ihm persönlich.
00:48:38: Ob er bitte ins Hotel zurück konnte?
00:48:40: Wo wir dachten, um Gottes willen!
00:48:42: Der letzte Ort ist sofort wieder am Neumann.
00:48:44: Das ist sofort alles vorbei und das hätte nicht sein müssen.
00:48:49: ordentlicher machen können, vorbereitend.
00:48:52: Mit psychiatrischer Fachexpertise aber denen dann nicht einfach ein bisschen einsperren
00:48:58: und gut ist?
00:48:58: Das war das ja so, da gab es ja extra einen runden Tisch und gibt's immer noch in Köln wo man dann eben besonders guckt wenn wir so ganz Menschen mit ganz großen Schwierigkeiten eben nirgendwo zu halten sind und dann gibts ja fast nur noch Aussatzgeschlossene und dann weiß man gar nicht mehr was ist das für ein geschlossenes Ding Dann ist auch keine Anbindung mehr an die Gemeinde oder sowas.
00:49:18: alles weg
00:49:19: Alles weg.
00:49:20: Die Stuttgarter haben es anders gemacht, die stuttgartern hatten dann ich glaube vom sozialem und ich weiß nicht mehr genau wie das gelaufen ist aber die haben ja auch sehr fitte sozialpsychiatrische leute da ne?
00:49:30: Die haben die Aufgabe gehabt um die Leute die untergebracht waren aber aus stuttgart waren wieder zurück zu holen Und die haben dann in stuttgard auch ein geschlossenes kleines wohnheim gemacht.
00:49:40: Ich habe mir das mal angeguckt.
00:49:41: Das war für zwölf Patienten Das war anders geführt.
00:49:46: sie haben sehr schnell begleiteten Ausgang gehabt, sehr schnell Trainings gehabt
00:49:50: etc.,
00:49:51: aber die mussten ihre ganzen Leute wieder zurückholen.
00:49:53: Ja ja
00:49:54: so kann es auch gehen.
00:49:56: So muss es
00:49:57: gehen eigentlich.
00:49:59: Jetzt runden wir das Ganze nochmal ab.
00:50:01: Du weißt ja dass ein bisschen Musik am Ende immer gibt.
00:50:04: hier in meinem Podcast macht ja der Bernd Nickbur und die Frage an dich Musik.
00:50:12: hörst du Musik aktuell oder bist du Heavy Metal, Frau oder?
00:50:18: Mit dem Sterben meines Mannes bin ich mit dem Musikgeschmack auch stehen geblieben.
00:50:23: Und ich ruck das ist einfach ... Das ist egal was.
00:50:26: Das ist Neil Young, das ist Bob Dylan, das sind die Stones.
00:50:30: Das is Queen's.
00:50:32: Also, die Allerstrades, was auch immer, du kannst sie alle runterbieten.
00:50:36: Die höre ich auch nach wie vor.
00:50:38: ab und zu kriege ich noch mal ein paar neue Impulse aber natürlich alles.
00:50:42: Oder lehnten werde ich aber auch aus.
00:50:44: Ich höre sogar ab und zur Wapp Ich muss sogar ab und zu mit auf ein Babkonzert, weil meine nicht absolute Bab-Anhängerin ist.
00:50:52: Und bin dann immer wieder total überrascht über deren musikalische Vielfalt die sich da ja auch abzeichnet.
00:51:00: Genau!
00:51:00: Du kannst aber auch mit mir in Franz Josef Degenhardt abmachen.
00:51:03: Dann kann ich alles mitsingen.
00:51:06: Also die Klassiker unserer Zeit?
00:51:09: So ist es meiner Generation das ist einfach so... Ich bin da ziemlich stehen geblieben
00:51:13: Ja, weiß ich gar
00:51:15: nicht.
00:51:16: Das war noch gute Musik?
00:51:17: Mein Sohn hört teilweise auch.
00:51:20: Ja, meine
00:51:20: auch.
00:51:22: Die haben viele andere Sachen aber auch...
00:51:24: Meine auch!
00:51:25: Ich finde das super.
00:51:26: Wobei mein anderer hat immer ganz viel Hip-Hop gehört.
00:51:29: Also das war manchmal echt schwer auszuhalten.
00:51:32: Der eine in dem Zimmer Hip Hop der Andere aufgeräht und Heavy Metal und ich dann dazwischen.
00:51:37: Das
00:51:40: muss man dann irgendwie aushalten,
00:51:41: aber ... Ja.
00:51:44: Na ja, schön!
00:51:45: Wir werden auch immer was spielen.
00:51:46: also ... Die Dylan ist ja immer unser ... So Not immer Dylan, aber wir sind ja regelmäßig noch bei Bob Dylan Konzerte jetzt, auch wenn der jetzt alle zwei Jahre hier war, weil er ist ja auch schon in den Eighty-fünf geworden.
00:51:59: Ist er immer noch so unhöflich?
00:52:01: Ja, überwiegend ja.
00:52:02: Also die Leute freuen sich, wenn er mal sich ein bisschen, wie
00:52:06: man das Gefühl hat,
00:52:07: ihm erhebt die Hand.
00:52:10: Manchmal sieht man ihn gar nicht, weil er hinter seinem Piano sitzt.
00:52:14: Ich würde auch so den Stones noch mal geben, wenn wir die Karten bezahlen können.
00:52:17: Die kann man nicht bezahlen.
00:52:18: Aber ich hab Petys Miss hier in Köln live gesehen ... Das war super ein Wow!
00:52:24: Du kriegst Gänsehaut und das ist ja ... Also notfalls auch Vorg, also John Biles oder
00:52:32: so geht auch.
00:52:33: Vom Dom hat die mal.
00:52:35: Ja, da war ich auch.
00:52:37: Dann waren ja Petty Smith und dann kann John Weiß als Überraschung ... Das war großartig!
00:52:42: Das war schön, ja?
00:52:44: Ja, liebe Ulla, jetzt haben wir doch mal sehr ausführlich gesprochen.
00:52:48: Jetzt kannst du schneiden.
00:52:49: Ich mag schon
00:52:49: mal vor zwanzig Jahren machen können.
00:52:52: Vielen vielen lieben Dank dass Du bereit warst so viel aus Deinem Leben zu erzählen.
00:52:58: Ich finde, das wäre immer eine ganz große Bereicherung wenn jemand wie du auch so viel Kraft da noch hat und zeigt und auch was zurückliegt aber auch jetzt sowas noch in der Gegenwart ist, was du da noch bewegst.
00:53:12: also dafür sehr sehr großen Dank und... Vielen Dank!
00:53:16: Danke dir Klaus!
00:53:17: Hi Klaus um alle die uns zuhören Der Sommer ist da super ich genieße ihn.
00:53:22: trotz Klimawandels sollte er dafür verantwortlich sein.
00:53:26: Lette Sunshine in nicht fahr drauf ab.
00:53:28: Von daher gibt es heute einige meiner liebsten Sommerhits, der Klassiker an sich oder Ultima Ratio wie sie im Gespräch heißt und das rockt aber wir bleiben nicht stehen Klar, die Lafin Spoonful.
00:54:18: Über den Sommer in der Großstadt und die Libido Hormone und alles was daraus folgen soll kann wird.
00:54:24: ich lebe eher am Rande der Großstatt wo die Menschen etwas entspannter sind ist ja auch ein paar Grad kühler hier aber die Emotionen sind aufverhanden.
00:54:33: daher
00:55:03: Die Beach Boys und ihre kleine, grandiose Pop-Symphonie über gute Gefühle.
00:55:08: Vibes eben!
00:55:09: Von hier aus an alle die sich angesprochen fühlen und denen es hilft.
00:55:13: Nehmt die VibES auf und fühlt euch gut.
00:55:16: Dann gibt's ja auch andere für die der Sommer so gewisse Probleme mit sich bringt.
00:55:20: Die kriegen dann eher Blues.
00:55:50: Blue Cheer immer noch ein Hammer Song.
00:56:07: Die Eddie Cochrane Original Version lernte ich erst nach Blue Cheer kennen.
00:56:11: Die ist aber auch klasse.
00:56:13: Kein Urlaub kein Auto Da kann man schon etwas bedrückt werden als junger Mensch.
00:56:18: Ein paar Jahre später hört ihr sich das dann so
00:56:43: an.
00:56:57: Lana Del Rey erlebt auch eine gewisse Trauer, trotz Sommer Sonne usw.. Was hilft?
00:57:04: rausgehen, Spaß haben und genießen.
00:57:55: Blondie in the Sun!
00:57:57: Man muss es versuchen das wird schon.
00:57:59: Und jetzt nochmal ein kleiner Kontrapunkt Wo Licht ist da ist auch Schatten und der Sommer kann grausam sein.
00:58:42: Das war Cruel Summer von Banana Rama War.
00:58:45: auch eine coole Truppe.
00:58:46: Keine Ahnung ob's die noch gibt werde ich mal recherchieren.
00:58:50: Auf vielen Popfestivals in den siebzigern Haben wir diesen Song gefeiert Good ol' Mangodrarian In The Summertime.
00:59:19: Der Text ist sehr von der Zeit geprägt, ähnlich wie Brown Sugar von den Rolling Stones.
00:59:24: Was auch ein schöner Sommersong war.
00:59:26: Wurde man heute vielleicht nicht mehr so texten?
00:59:28: Nicht nur wegen der Libido Aber genug der Grausamkeiten!
00:59:31: Ich mach Schluss und verlasse euch mit meinem ultimativen Sommersonn seit ewigen Zeiten Und ich wünsche euch einen coolen heißen Sommer.
00:59:40: tanzt, freut euch lebt eure guten Vibrations und genießt die schönen Tage wo immer ihr seid.
01:00:16: Das waren Martha and the Vandellas und Dancing in The Street.
01:00:20: Im nächsten Sommer gibt es dann Taylor Swift, Harry Styles, Ella Fitzgerald und Louis Armstrong, Janice Joplin – und wer weiß was man bis dahin noch so einfällt?
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